Vorgefühlt: „Ball im Savoy“

Paul Abraham, der ‚König der Operette’, brachte mit „ Ball im Savoy “ im Dezember 1932, am Vorabend des 2. Weltkrieges in Berlin einen Triumph zur Uraufführung. Und dies zu Zeiten der Endzeitstimmung.

Kein Ball im Savoy ohne Modetanz: Hier der Känguru-Foxtrott (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

„Die werden doch keinen Krieg gegen die Operette führen“, sagte Abraham und verkannte den Ernst der politischen Lage. Er empfand sich als Operettenkomponist. Alles andere war für ihn unwichtig. Er registrierte zwar die Pöbeleien und gewalttätigen Übergriffe der neuen Staatsgewalt, die das Volk einschüchterten, verdrängte sie dennoch. Eine Haltung, die ihn wegen seiner daraus resultierenden späten Flucht aus Berlin ins Exil und somit fast in Lebensgefahr brachte. Hitlers Machtergreifung zwang den in Ungarn geborenen Juden zur Emigration, was gleichzeitig das Ende seiner künstlerischen Karriere bedeutete.

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Vorgefühlt: „La Bohème“

Aus den Reiseerinnerung einen Bohémiens? (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

Rodolfos Reiseblog
„Heroes on tour ‒ Home is where my backpack is.“

Freitag, ich glaube, der 15.09.2017, irgendwo in Südostasien, es ist bitterkalt

„Ist Reisen das wahre Leben? Es sieht so aus. Ich bin wieder losgezogen, dieses Jahr mit Marcello, Schaunard und Colline. Wir haben uns eine kleine Weltreise vorgenommen. Seit einer Woche sind wir jetzt mit Zelt und einem alten grünen Auto, das wir neulich gekauft haben, in Südostasien unterwegs. Und derzeit auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von einer Großstadt. Ich habe schon wieder vergessen wie die Stadt heißt. Ich bin meistens hinten auf der Rückbank des Autos zwischen Gepäck eingeklemmt und bekomme von der Fahrt wenig mit, außerdem muss ich gestehen, dass mich die vielen Städtenamen etwas überfordern.

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Vorgefühlt: „Carmen“

Wer genau ist diese Frau? Und wie kann es dazu kommen, dass sie ihr Leben lassen muss? (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

Die letzte Premiere dieser Spielzeit steht vor der Tür, und die möchten wir mit einem Open-Air-Spektakel auf der Festung Ehrenbreitstein, zur Einstimmung auf den Sommerurlaub, mit Ihnen feiern.

Was fällt Ihnen ein, wenn sie Spanien hören? Sicher kommen Ihnen eine Reihe von Begriffen in den Kopf, die sich klischeehaft festgesetzt haben.

Spanien bedeutet Sonne, Strand, Meer, Flamenco, Siesta, Fiesta, Stierkampf, umschwärmte Toreros, Rotwein, wilde Machos, Zigeuner, Schmuggler, Erotik, gutes Essen, Kastagnetten, rassige dunkelhaarige Frauen mit Blüten im Haar, Pilgerstätten und vieles mehr.

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Vorgefühlt: „Der Vampyr“

Der Opernchor in vollem Einsatz. (Foto: Matthias Baus)

 

Das Biedermeier- Papiertheater „Der Vampyr“ von Heinrich Marschner
Bastel- und Spielanleitung

Im Set enthalten:
1 Guckkastenbühne mit Drehscheibe, Proszenium und Hauptvorhang
(entspricht der Architektur des Theater Koblenz, im Maßstab 1:33)
2 Bühnenprospekte: Vulkanlandschaft, 1 Blankobogen zum selber gestalten
3 Bastelbögen mit Bühnendekoration: Höhle, Gewölbesaal und Ziffernblatt
4 Bastelbögen mit Schiebeelementen: Wald, Vögel etc.
4 Bögen Glanzbilder unterschiedliche Motive: Naturelemente, Menschen, Uhrzeiger
1 Bogen gelber Tonkarton: Mond
1 rundes Stück grüner Filz: Wiesenlandschaft
10 schwarze Stoffstreifen: Seitenaushänge und Soffitten
Requisiten: kleine Plastik-Wiesenblumen
Weingläser, Weinflaschen
Kunstblut, Pistole, Schwert
winzige Festausstattung Bauernhochzeit
Mandlbögen: Sir Humphry, Malwina, Edgar Aubry, Lord Ruthven, Sir Berkley, Janthe, George Dibdin, Emmy, Toms Blunt, James Gadshill, Richard Scrop, Robert Green, Suse, ein Diener, 50 Figuren Vampire
Tonträger mit Dialogen und Musik der Oper
10 Programmhefte mit dem Librettoabdruck von Wilhelm August Wohlbrück

Nicht im Set enthalten:
Schere, Stifte und Farben (gedeckte Töne), etwas Schnur für den Schnürboden und die Vorhangbefestigung, Klebstoff, diverse Stoffreste, kleine Klemmlampen für die Beleuchtung, Abspielgerät für den Tonträger, wenn vorhanden Mini-Nebelmaschine, wenn gewünscht können die benötigten Papp-Figürchen auch durch kleine Plastik-Figuren ersetzt werden und mit entsprechendem Material kostümiert werden

Vielen Dank, dass sie sich für den Kauf dieses schönen Papiertheaters entschieden haben, die Ausschneidebögen waren im Biedermeier Bestandteil der Bilderbogenkultur des 19. Jahrhunderts. Dieses Modell gehört in unserer Serie zu einer limitierten Sonderausgabe für Liebhaber selten aufgeführter Opernwerke. Die Oper hat in vielerlei Hinsicht ihre Tücken, die Sie im Rahmen der Beschäftigung mit dem Material und ihrer eigenen kleinen Inszenierung entdecken werden.

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Tweetup zu „Der Vampyr“ am 24. April

#TweetupKO – immer wieder gut für ungewohnte Perspektiven (Instgram-Fotos: @theaterkoblenz, @janiwolf, @staatsoperberlin)

Schon länger hatten wir einen Tweetup zu einer Opernproduktion ins Auge gefasst, jetzt ist es endlich soweit. Am Montag, 24. April 2017 ab 18 Uhr geben wir einer ausgewählten Gruppe von Twitterern und Bloggern die Möglichkeit, bei einer Bühnenorchesterprobe zu Heinrich Marschners Oper „Der Vampyr“ mit dabei zu sein. Anmelden könnt ihr euch ab sofort auf unserer Website.

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Vorgefühlt: „Savoy Operas“

Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

„Very british“ geht es derzeit auf der Probebühne 4 zu.

Erinnern Sie sich noch an „Stars and Stripes oder: Blue Monday?“ Das Projekt des Opernchores kam in der Spielzeit 2011/12 zur Aufführung. Die damalige Inszenierung hat den Damen und Herren des Chores so viel Freude bereitet, dass es ihnen ein Herzensanliegen war, das Projekt fortzusetzen. Michael Hamlett, der ihnen bestimmt seit vielen Jahren von unserer Opernbühne bekannt ist, hat die Regie bei „Savoy Operas oder Gilberts Traum“ übernommen, er verabschiedet sich mit der nächsten Spielzeit, nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit am Theater Koblenz, in den wohl verdienten Ruhestand.

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