Vorgefühlt: „Pippi auf den sieben Meeren“

Eine Flaschenpost ist immer aufregend. Man nimmt eine Flasche, ein Blatt Papier, einen Stift und einen Korken, naja oder eben eine Plastikflasche mit Schraubverschluss, geht auch, ist aber irgendwie nicht so aufregend wie eine Glasflasche mit Korken. Dann schreibt man eine Botschaft auf den Zettel, sowas wie: Lieber Unbekannter, wenn Du diese Nachricht findest, schreibe mir doch mal, wo Du die Flaschenpost gefunden hast. Oder man schreibt eine Bitte oder einen Wunsch, den man selbst hat auf den Zettel. Und dann kann man die Flaschenpost schon auf ihre große Reise schicken.

Ein unschlagbares Team (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

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Vorgefühlt: „Ball im Savoy“

Paul Abraham, der ‚König der Operette’, brachte mit „ Ball im Savoy “ im Dezember 1932, am Vorabend des 2. Weltkrieges in Berlin einen Triumph zur Uraufführung. Und dies zu Zeiten der Endzeitstimmung.

Kein Ball im Savoy ohne Modetanz: Hier der Känguru-Foxtrott (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

„Die werden doch keinen Krieg gegen die Operette führen“, sagte Abraham und verkannte den Ernst der politischen Lage. Er empfand sich als Operettenkomponist. Alles andere war für ihn unwichtig. Er registrierte zwar die Pöbeleien und gewalttätigen Übergriffe der neuen Staatsgewalt, die das Volk einschüchterten, verdrängte sie dennoch. Eine Haltung, die ihn wegen seiner daraus resultierenden späten Flucht aus Berlin ins Exil und somit fast in Lebensgefahr brachte. Hitlers Machtergreifung zwang den in Ungarn geborenen Juden zur Emigration, was gleichzeitig das Ende seiner künstlerischen Karriere bedeutete.

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Vorgefühlt:“Hexenjagd“

(Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

Wir legten einen Kreis aus Buchstaben auf den Tisch, verdunkelten den Raum, zündeten Kerzen und einige von diesen penetrant riechenden Räucherstäbchen an und stellten ein Glas in die Mitte des Tisches. Aufregend war das, der verbotene Blick in die Zukunft und in das Reich der Toten. Bedeutungsvoll sahen wir uns an, reichten uns die Hände und die Mutigste meiner Klassenkameradinnen übernahm die Rolle des Mediums. Wir atmeten tief ein und aus, schlossen die Augen, legten unsere Zeigefinger auf den Rand des Glases. Insgeheim hoffte ich, dass unser Vorhaben nicht funktioniert, was wäre passiert, wenn wir durch einen kleinen Fehler den Teufel gerufen hätten, der uns einen Dämon schickt. Kurz vor unserer ersten spiritistischen Sitzung hatte ich mich sicherheitshalber schon einmal mit den Merkmalen und Kennzeichen, an denen man den Teufel oder die dämonische Besessenheit angeblich erkennt, beschäftigt, um im Notfall rechtzeitig den Exorzisten informieren zu können. Ich hatte nämlich keinesfalls vor wie das Mädchen aus dem Film „Der Exorzist“ schreiend, schwitzend, mit Krämpfen und Schaum vor dem Mund unseren Gemeindepfarrer zu beleidigen. Besessene plaudern nämlich oft Bosheiten über andere aus, die sie eigentlich nicht wissen können. Ich war auf folgende Symptome vorbereitet:

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Vorgefühlt: Der Ballettabend „Gefallene Helden“

Ein Held ist die Verkörperung von heldenhaften Taten und Tugenden, die durch vorbildlich mutiges Handeln und moralisches Verhalten Bewunderung erwecken. Vielfach sind sie bereits aus dem antiken Heroen-und Ahnenkult hervorgegangen, wo sie oft als mythologischer und legendärer Göttersprössling oder Halbgott beschrieben wurden, der favorisiert als Kulturbringer und Kulturbeschützer galt. Andererseits kann der Held auch ein nichtsnutziger junger Mann sein. Zum Helden wird er erst durch seine erste außergewöhnliche heroische Tat, wenn er etwa einen Feind, ein Ungeheuer oder einen Riesen erschlägt, eine Blutrache ausführt oder Menschen aus Bedrängnis rettet. Ein Held entspricht normalerweise der Definition dessen, was in der jeweiligen Kultur als herausragend gilt.

Unsere Ballettcompagnie zeigt in „Gefallene Helden“ große Vielseitigkeit. (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

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Vorgefühlt: „Magazin des Glücks“
Joseph-Breitbach-Preis an Dea Loher

Der Deinhard-Keller bildet eine ganz besondere Kulisse für „Magazin des Glücks“ (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

Zum Glück gibt es das Glück, wie unglücklich wären wir sonst. Im Unglück ist das Leben nicht lebenswert und glücklich ist nur der, dem es gut geht, der erfolgreich ist, viel Geld verdient, viele Freunde hat, der in einer glücklichen Beziehung lebt und bezaubernde Kinder hat. Glückskinder eben. Oder sind doch die Leute, die mehr Glück als Verstand haben, die Glücklichsten? Wer Glück hat führt ein gutes Leben, demjenigen geht es in allen Bereichen sehr gut.

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Vorgefühlt: „La Bohème“

Aus den Reiseerinnerung einen Bohémiens? (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

Rodolfos Reiseblog
„Heroes on tour ‒ Home is where my backpack is.“

Freitag, ich glaube, der 15.09.2017, irgendwo in Südostasien, es ist bitterkalt

„Ist Reisen das wahre Leben? Es sieht so aus. Ich bin wieder losgezogen, dieses Jahr mit Marcello, Schaunard und Colline. Wir haben uns eine kleine Weltreise vorgenommen. Seit einer Woche sind wir jetzt mit Zelt und einem alten grünen Auto, das wir neulich gekauft haben, in Südostasien unterwegs. Und derzeit auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von einer Großstadt. Ich habe schon wieder vergessen wie die Stadt heißt. Ich bin meistens hinten auf der Rückbank des Autos zwischen Gepäck eingeklemmt und bekomme von der Fahrt wenig mit, außerdem muss ich gestehen, dass mich die vielen Städtenamen etwas überfordern.

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