Metamorphose

Eine Eigenproduktion der Enthusiasten und der Jungen Enthusiasten

Schauspiel

Keine weiteren Vorstellungen

„Es war einmal… ein Knall? …Ein Zellhaufen? …Ach, ein Mensch.“

Im Mittelpunkt der Eigenproduktion „Metamorphose“ steht die Frage, wie man den Wandel im Laufe eines Lebens verstehen und darstellen kann. Inspiriert von Zitaten aus dem Buch „Metamorphosen“ von Emanuele Coccia, folgt das Stück der Idee, dass jede:r von uns eine Vielzahl von Versionen ihrer/seiner selbst durchläuft, die im Laufe der Zeit entstehen und vergehen.

Auch auf der Bühne entsteht etwas. Es könnte alles werden. Letztendlich aber formt sich ein Chor. Ein Chor, der „Ich bin“ sagt und davon erzählt, wie es ist, Mensch zu sein. Er berichtet von geteilten Erfahrungen, individuellen Augenblicken und stellt Fragen nach der Unabänderlichkeit der Dinge. Die Metapher der Häutung und damit verbundene Wachstumsschmerzen findet sich in dem organischen Maskengewebe wieder, das auf den Köpfen sitzt, jederzeit bereit eine neue Verwandlung einzuläuten. Die Stofflichkeit der Nylonmasken, sowie der Bälle und  Bühnenelemente (Ausstattung: Annette Haunschild) erinnert an Kokons.

Will man sich daraus befreien oder in der schützenden Hülle bleiben und hat man überhaupt eine Wahl?

Wenn der Chor tanzt, zeigt sich: Wandel ist Chaos, Wandel existiert im Widerspruch zwischen Linearität und Wiederholung und: Wandel erfordert Ausdauer.

In der Kindheit scheint die Fantasie grenzenlos. Die Frage „Was bin ich?“ kennt tausend Antworten und keine Zweifel. In der Jugend dagegen treibt den Chor die Frage um „Wer will ich sein?“. Der Phase des „Erwachsensein“ wird laut Emanuele Coccia im Allgemeinen zugeschrieben, dass sie als „der vollkommene und reife Zustand“ betrachtet wird (Frage an das Publikum: wann wussten Sie, dass Sie erwachsen sind?). Der Chor ist sich da nicht so sicher: Zwischen Rückschau auf vergangene Versionen des Selbst und Routinen des Alltags ist doch noch Platz für Häutungen und Erneuerungen? Und dann wartet der Teil, von dem noch nicht berichtet werden kann. Hier kommt das „Es war einmal“ an seine Grenzen, genau wie die Möglichkeit, ”ich“ zu sagen. Hier kann der Chor nur spekulieren und fabulieren.

Was bleibt und was kommt danach?

Spielort

Probebühne 4

Spieldauer

ca. 55 Minuten, keine Pause

Programmheft

Sie möchten mehr erfahren? Hier gibt es das Programmheft.

zum Download

Besetzung

Der sprechende, tanzende, sich verwandelnde Chor

Demian Asemissen

 

Azra Balçık

 

Maik Brunner

 

Maria Damm-Klein

 

Anouk Fournier

 

Hildegard Gross

 

Matthias Habbe

 

Margit Laux

 

Stefan Meyer

 

Bernd Rogers

 

Sabina Schollmaier

 

Sabine Schunk-Heller

 

Berthold Schwamm

 

Irene Schwarzkopf

 

Nikola Sieber

 

Tanja Zwierlein

Regie und Spielleitung

Anna Zimmer

Bühne und Kostüme

Annette Haunschild

Dramaturgie

Nadine Kaufmann

Choreografie

Maher Abdul Moaty

Maskenspiel

Jule Lotte Bröcker

Licht

Jörg Muders

Produktionsassistenz

Katharina Hille

Gemeinschaftsproduktion der Spielclubs

Die Spielclubs haben sich entschieden, in dieser Spielzeit gemeinsam ein Theaterprojekt umzusetzen. Durch die Zusammenarbeit der Enthusiasten und der Jungen Enthusiasten werden generationsübergreifende Lebenserfahrungen genutzt, um einen vielfältigen Blick auf den Wandel zu ermöglichen.

Zu den Karten