Vorgefühlt: „Gräfin Mariza“ – Mehr als Show und Tralala

Mit Operetten hat das Theater Koblenz in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. So steht nun nach der „Herzogin von Chicago“ (2016) und der „Csárdásfürstin“ (2018) ein weiterer Klassiker von Emmerich Kálmán auf dem Spielplan: seine weltbekannte „Gräfin Mariza“. Es inszeniert die Französin Pascale-Sabine Chevroton, eine ausgebildete Tänzerin, die damit ihren Einstand in Koblenz gibt. Ein Porträt.

Pascale-Sabine Chevroton – Regisseurin von Gräfin Mariza
Continue reading →

Spielzeitstart: Wir waren doch nie weg!

Am kommenden Samstag, 3. Oktober, hebt sich erstmals seit März wieder der Vorhang im Großen Haus für eine Vorstellung mit Publikum. Dann steht die Premiere von Eugène Labiches Komödie „Das Sparschwein“ auf dem Spielplan, es inszeniert Intendant Markus Dietze. Wir haben mit ihm gesprochen. Über das Theater in schwierigen Zeiten und das, was uns allen fehlt: die Erfahrung von Nähe und gemeinsamem Erleben.

Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz
Continue reading →

Vorgefühlt: „Nabucco“ – Große Oper in Zeiten der Pandemie

Giuseppe Verdis „Nabucco“ findet statt. Was so normal klingt, ist alles andere als das. Denn das Corona-Virus hat die Theater ordentlich durcheinander gewirbelt. Auch in Koblenz. Trotzdem ist auf der Festung Ehrenbreitstein vom 11. bis zum 19. Juli eine große Oper live zu sehen und zu hören – mit Solisten und Statisten, Chor und Orchester. Wie so ein Abend in diesen Monaten überhaupt Realität werden konnte, hat uns Intendant Markus Dietze erzählt. Ein Interview.

Nabucco Schlussbild
Continue reading →

Vorgefühlt: „Maria“ – Post-Punk in Lahnstein

Eine ehemalige Getreidemühle mit Kesselhaus und Speichern vor den Toren der Stadt. Leere Lagerhallen und verwaiste Umschlagplätze unter blauem Himmel, dazu ein Opernchor, eine fünfköpfige Band, Schauspieler und ein Regieteam: Auf einem verlassenen Industriegelände in Lahnstein dreht Regisseur Markus Dietze heute einen Teil seines „Maria“-Films. Genauer gesagt: ein Musikvideo, das in seiner Inszenierung dieses Schauspiels eine wichtige Rolle spielen wird. Wir waren am Set zu Besuch.

Außendreh in Lahnstein
Continue reading →
0

Vorgefühlt: „Maria“ – Glaube, Liebe, Hoffnung in digitaler Zeit

Das Schauspiel „Maria“ des britischen Dramatikers Simon Stephens erzählt von einer 18-Jährigen, die versucht, einen Platz im Leben zu finden. Suchend irrt sie durch ihre Stadt, schwanger ist sie zudem. Ihre Herberge, in der sie gebären wird – das örtliche Krankenhaus –, hat sie allerdings bereits ausgemacht. Einerseits ist das Stück also eine Art modernes Mysterienspiel: Maria ohne Josef. Andererseits aber auch unglaublich tagesaktuell, weil es wie für unsere Corona-Zeit geschrieben zu sein scheint. Denn fast jeder Mensch in „Maria“ sucht Nähe und Kontakt – doch alles, was er bekommt, sind Abstand und Distanz. Da passt es gut, dass ohnehin mit ausgefeiltem Hygienekonzept und Mund-Nasen-Bedeckung geprobt werden muss. Die Wirklichkeit hat die Fiktion überholt – das ist das erste, was beim Probenbesuch deutlich wird.

Maria Dreh – Foto: Matthias Baus
Diesen Beitrag weiterlesen →
1 2 3 7