Tweetup “Tosca”: Die ersten Infos

Von Katharina Dielenhein

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BO 1 zu “Der Besuch der alten Dame” in einer Bearbeitung als Ballett beim #TweetUpKO

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Allerorts probieren sich kulturelle Einrichtungen in den vergangenen Jahren im Bereich Social Media aus. Während Facebook, Twitter, Instagram und YouTube schon seit einigen Jahren fester und wichtiger Bestandteil vieler Opernhäuser und Theater ist, sind sogenannte Tweetups noch vergleichsweise jung. Dabei handelt es sich um Treffen von Twitterern, um gemeinsam Kultur zu genießen und zu beurteilen – selbstverständlich bei Twitter. In der Regel sind Tweetups von den Theatern, Opernhäusern oder Museen selbst initiiert. Wir haben zum ersten Mal zu Beginn dieses Jahres gemeinsam mit der Rhein-Zeitung einen Tweetup veranstaltet – mit toller Resonanz. Vorher, währenddessen und auch im Nachinein wurde wenig Kritik geäußert, dafür schlug uns umso mehr Begeisterung entgegen. Das war für uns ein Ansporn, das nächste Event dieser Art nicht allzu lange hinauszuzögern. Mittlerweile steht sogar die Planung von Nummer drei in den Startlöchern.
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Nach dem Tweetup ist vor dem Tweetup

Die positiven Erfahrungen mit und die schönen Erlebnisse rund um unseren Tweetup zu „Die Comedian Harmonists“ haben uns und unseren Partner, die Rhein-Zeitung, darin bestärkt, unsere Überlegungen zu einer Fortsetzung schnell zu konkretisieren. Daher freuen wir uns sehr darauf, Twitterer, Blogger und Instagramer zu einem weiteren #TweetupKO ins Theater Koblenz einzuladen. Dieser wird am Mittwoch, 10. September 2014, ab 18 Uhr zur Ballettproduktion „Der Besuch der alten Dame“ (Choreografie: Steffen Fuchs) stattfinden und dürfte damit – zumindest nach unserem Kenntnisstand – auch der erste Tweetup zu einem Ballettabend im deutschsprachigen Theaterraum sein.

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„Social TV“ im Zuschauerraum

von Katharina Dielenhein

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Eindrücke vom Tweetup. Die Bilder nahmen (von links) @007_lizzie, @janiwolf und @stuuhlinger auf.

Sonntagabend. Auf meinem Fernseher läuft der Saarbrücker Tatort (Wieso trägt der Kommissar eine Jogginghose? Wieso ist das Drehbuch eigentlich voller Plotlöcher? Und wieso gucke ich den eigentlich jede Woche wieder aufs Neue?). Parallel verfolge ich über Tweetdeck, was andere darüber denken („Wieso verändert sich bei der Kommissarin eigentlich nie die Mimik?“, „Wieso ist das Bild so blau?” und „Wieso habe ich sonntagsabends eigentlich nie was Besseres zu tun?”).

Allwöchentlich zur gleichen Zeit kommunizieren über Twitter unzählige Menschen miteinander zum gleichen Thema. Sie sehen den gleichen Film oder die gleiche Sendung, aber jeder Einzelne nimmt Szene für Szene für sich selbst anders wahr. Und sie vergleichen. Sie vergleichen eben diese unterschiedlichen Wahrnehmungen miteinander, fachsimpeln und diskutieren. Social TV funktioniert. Und es macht Spaß.

Was Fernsehen und Theater miteinander zu tun haben, ist wahrlich nicht viel. Lässt sich das Prinzip des Social TV trotzdem auf Theater übertragen? Kann „Social Theatre“ funktionieren?

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Auf neuen Kommunikationswegen

Von Markus Dietze

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Theaterbesucher mit Handys und Kameras in den ersten Reihen: Twitterer Rene Güls (@reneguels) nahm dieses Foto während des Tweetups auf.

Theater ist als tief in unserer Gesellschaft und Kultur verwurzeltes Medium immer schon sozial. Wenn also von „Social Theatre“ die Rede ist, muss ich mir – ehrlich gesagt – immer ein wenig auf die Zunge beißen, damit nicht ein langer Grundsatzvortrag daraus wird.

Theater wirkt – und das tut es schon immer – durch seine Unmittelbarkeit. Twitter wirkt – und das ist als Vorteil dieses Mediums zu beschreiben und zu begreifen – durch seine Mittelbarkeit.

Und deshalb ist die „Twitterbühne“ für uns Theater eine schöne und sinnvolle Erweiterung dessen, was die Kunstform Theater schon immer ausmacht. Es sind die alten und neu erdichteten Geschichten von glücklichem Gelingen und tragischem Scheitern, die uns immer wieder unterhalten und berühren. Diese Geschichten erzählt Theater, und sie sind es seit über 2500 Jahren wert, weitererzählt zu werden. Auf allen Wegen der Kommunikation, die sich bieten. Also eben ganz natürlich auch auf Twitter.

Das Schönste an unserem Tweetup war für mich, dass „das Theater“ als Kunstform und Medium deshalb gar nichts anders machen musste als sonst.

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Mit dem Handy ins Theater: Wir laden ein zum TweetUp im Januar

TweetUp
Vorhang auf, Smartphone an – im Januar laden wir ein zu einem TweetUp.

von Katharina Dielenhein

Woche für Woche und Abend für Abend kommentieren Twitternutzer unter Hashtags wie #wwm, #heuteshow, #illner und #tatort das Fernsehprogramm in Echtzeit. Im Theater ist so etwas üblicherweise undenkbar. Spätestens wenn die Ansage ertönt, dass jeden Moment die Vorstellung beginnt und Mobiltelefone nun auszuschalten sind, und der Raum langsam dunkler wird, liegt mein Handy stumm geschaltet in der Handtasche. Schließlich stört sich mein Nachbar sonst an dem hell erleuchteten Handydisplay. Verständlicherweise.

Im Januar machen wir es in Kooperation mit der Rhein-Zeitung nun möglich, live aus dem Koblenzer Theater zu twittern, bei Facebook zu posten und sogar aufzustehen, um das Geschehen auf der Bühne zu fotografieren – bei einem TweetUp. Am 25. Januar, einem Samstag, dürfen 30 Blogger, Twitterer und/oder Instagramnutzer zuerst das Theater erkunden und später eine Probe für das Schauspiel „Die Comedian Harmonists“ besuchen – mit eingeschaltetem Handy.

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