von Katharina Dielenhein

Im Juli zeigen wir sechsmal das Musical „Hair“ Open Air auf der Festung Ehrenbreitstein. Schon im vergangenen Sommer, als wir dort „Evita“ gezeigt haben, fuhr die Seilbahn an allen Theaterabenden deutlich länger, um die Besucher nach der Vorstellung wieder schnell und sicher in die Innenstadt zu bringen. Die guten Nachrichten: Das ist auch in diesem Jahr wieder der Fall. Die noch besseren Nachrichten: Im Sommer gibt es außerdem ein Kombiticket. Wenn ihr bei der Buchung eurer “Hair”-Karte an der Theaterkasse oder im Internet ein Ticket inklusive Seilbahnticket bestellt, zahlt ihr für die Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn nur 5 Euro. Noch nicht überzeugt? Dann lest jetzt weiter. Ich nenne euch drei Gründe, aus denen es sich wirklich lohnt, mit der Seilbahn zu fahren.

Geht schnell

Da die Anzahl der Parkplätze an der Festung begrenzt ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr direkt vor den Toren der Festung wieder umdrehen und ganz, ganz, ganz weit entfernt einen Parkplatz suchen müsst durchaus gegeben, ich würde fast sagen: ziemlich hoch. Was dann folgt sind – je nachdem wie weit dieser Parkplatz entfernt ist – die verzweifelte Suche nach einer Bushaltestelle und das Warten auf den Bus selbst. Wenn ihr denkt, dass ihr bei alldem schon eine ganze Menge Zeit verloren habt, bedenkt bitte, dass dann noch eine Busfahrt und der Fußweg bis zur Festung Ehrenbreitstein folgen. Und wenn man weiß, dass man nur noch genau siebeneinhalb Minuten Zeit hat, bis der Einlass schließt, dauert jede Ampelphase unendlich lang. Spart euch den Ärger doch einfach.

Kein Stau

Hand aufs Herz: Habt ihr schon mal erlebt, dass der Gondelfahrer laut geflucht hat, weil die Warnblinkanlage der vorausfahrenden Gondel hell aufleuchtete? Habt ihr erlebt, wie er „Och nee, nicht schon wieder Stau.“, schnaubte. Und: „Donnerstagsabends ist das hier jedes Mal eine Katastrophe.“ Nicht? Natürlich nicht! Die Seilbahn kennt keinen Stau. 7600 Personen werden pro Stunde in beide Richtungen transportiert. Und trotzdem muss keine Gondel bremsen, keine nimmt der anderen die Vorfahrt, niemand gestikuliert wild und verhagelt seinen Mitfahrern die Stimmung. Nach einer Gondelfahrt kommt man ganz entspannt auf dem Festungsgelände an und kann sich dann voll und ganz auf das Theatervergnügen freuen.

Sooo schööön!

Wenn ich gefragt werde, was das Schönste an Koblenz ist, antworte ich immer: „Die Seilbahn“. Für mich ist eine Fahrt immer ein Erlebnis. Und wer mich in meiner Heimatstadt besucht, darf nicht gehen, ehe er mit mir in der Seilbahn über den Rhein gegondelt ist. Ist es helllichter Tag draußen, reicht der Blick über die ganze Stadt und weit darüber hinaus. Noch schöner ist es allerdings, wenn die Nacht über die Stadt hereingebrochen ist und man beim Rückweg von der Festung ein Meer aus Lichtern unter sich sieht. Kleiner Geheimtipp: Die nächtliche Seilbahn ist nicht nur der perfekte Abschluss eines schönen Theaterbesuchs, sondern auch der eines ersten Dates – immer vorausgesetzt, es lief gut.