Vorgefühlt: „All das Schöne“

Manchmal gibt es Menschen in der Familie und im Freundeskreis, die den Halt verloren haben, traurig sind und an Depressionen leiden. Oder noch schlimmer, sogar einen Selbstmordversuch begehen, weil das Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Was kann man als Angehöriger in einer solchen Situation tun? Besonders wenn man noch ein Kind ist und die eigene Mutter an Depressionen leidet.

Kinder sehen noch nicht das Krankheitsbild, sondern eine tief traurige Mutter, die wahrscheinlich die Freude am Leben verloren hat. Und die man dann also aufheitern muss damit sie die Freude am Leben und an den kleinen Dingen, die es schön machen, wieder findet. Deshalb ist die beste Medizin gegen die Depressionen all das Schöne, das es auf der Welt gibt, und dass einem im Leben begegnet, aufzulisten, denkt sich der Sohn. In der Hoffnung, dass die Mutter es auch wirklich liest, sich wieder freuen kann und nicht nur die Rechtschreibfehler korrigiert.

Requisite
Foto: Arek Głębocki für das Theater Koblenz

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Theaterpädagogik: Die Brücke zwischen Theater und Publikum

Generell wird sie als Brücke zwischen dem Theater und dem Publikum verstanden. Wikipedia meint, die Theaterpädagogik bewege sich zwischen den Bereichen Theater und Pädagogik. In Büchern liest man, die Theaterpädagogik ermöglicht den Zugang zum Theatermachen für alle.

Theaterpädagogen beschreiben sich als Abenteurer und Grenzgänger zwischen Wissenschaft, Kunst und einer spielerischen Praxis. All diese Definitionen erscheinen recht vage und es ist für viele Menschen schwierig, sich etwas Konkretes darunter vorzustellen, wenn ich mein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (kurz FSJ) im Bereich Theaterpädagogik beschreibe. Und auch, wenn es unterschiedlichste Definitionen und Ansichten über die Rolle der Theaterpädagogen im Theater gibt, ist man sich doch über eines relativ einig, es ist schwer möglich, ein einheitliches Berufsbild des Theaterpädagogen zu zeichnen. Aus diesem Grund werde ich anhand meiner Erfahrungen, die ich während meines FSJ, gesammelt habe, grob umzeichnen, wie diese theaterpädagogische Brücke in der praktischen Umsetzung am Theater Koblenz aussieht. Hier kommt also ein kleiner Guide zu meiner Arbeit als FSJlerin in der Theaterpädagogik.

Sarah Ben Bornia, die FSJlerin der Theaterpädagogik bei einem Seminar in Amsterdam.

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Inszenierungen aus anderen Perspektiven: Schauspieler David Prosenc

Millionen Dinge, die es wert sind zu leben, sammelt der Erzähler der Geschichte „All das Schöne“ im Laufe seines Lebens. Wie viele solcher Dinge fallen Ihnen wohl in diesem Moment und ganz spontan ein? Und wie häufig ist Ihnen dabei ein Lächeln über die Lippen gehuscht? Schauspieler David Prosenc hat das Vergnügen, den Erzähler von „All das Schöne“ – verfasst vom Briten Duncan Macmillan – im Circus Maximus zu spielen. Während wir mit ihm zusammen in der Nachmittagssonne auf einer Bank im Park sitzen, erzählt er uns, was hinter all diesen schönen Dingen steckt und warum der Erzähler überhaupt beginnt, diese Liste zu schreiben.

Interview David Presence
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