„Doctor Atomic“: Hausbesuch bei Edward Teller

Die Koblenzer Erstaufführung der Oper „Doctor Atomic“ von John Adams steht bevor, am 9. März ist Premiere. Auf der Bühne zu sehen: viele Figuren, die historischen Vorbildern nachempfunden sind. Die berühmteste vielleicht, neben J. Robert Oppenheimer: Edward Teller (1908-2003), der spätere Vater der Wasserstoffbombe. Als Kollege Oppenheimers war er bereits bei der Entwicklung der Atombombe dabei.

Der Journalist Lars Reichardt, Redakteur beim Münchner SZ-Magazin, hat Teller im Sommer 2000 in seinem Haus im kalifornischen Stanford besucht. Und das letzte Interview mit dem gebürtigen Ungarn geführt. Wir haben Reichardt gebeten, sich für uns noch einmal daran zu erinnern.

Doctor Atomic – Edward Teller
Diesen Beitrag weiterlesen →

Vorgefühlt: „Faust“ – Dunkle Zeiten, dunkle Mächte

„Die Säulen der Erde“, „Der Medicus“, das Papst-Biopic „Borgia“: Pralle Stoffe, derbe Bilder. Das Mittelalter boomt. Allerdings vor allem in Romanen, Filmen und Serien und weniger auf der Bühne. In Koblenz hingegen lässt Regisseur Michiel Dijkema Louis Spohrs „Faust“-Oper tatsächlich in den finsteren Zeiten spielen, irgendwo im späten 15. Jahrhundert.

Alexandra Pitz
Porträt: Gerhard Willert

Diesen Beitrag weiterlesen →

Vorgefühlt “Mädchen in Not” – Kampf um den eigenen Körper

Der Regisseur Nis Søgaard adaptiert Anne Leppers „Mädchen in Not“ für die Puppenbühne

Koblenz – Mit ihrer Rolle als Frau hadert Baby in Anne Leppers Stück „Mädchen in Not”. Ihr Mann und ihr Freund engen ihre Freiheit ein – und sie wünscht sich eine Puppe als Mann. Dieses Konzept denkt der dänische Regisseur Nis Søgaard radikal weiter. In der Puppensparte des Theaters Koblenz hat seine Inszenierung am 7. Dezember Premiere. Was reizt den Puppenspielkünstler daran, die Geschlechterkämpfe der Mädchen Baby und Dolly mit Puppen und Objekten in Szene zu setzen? „Sie machen einen Zugang zu den Figuren möglich, der sehr offen und weniger auf die Personen bezogen ist. Da geht es mehr um die Leitgedanken des Dramas.“ Das reizt den Künstler an dem komplexen Text der 40-Jährigen Autorin. Mit dem Stück, das Geschlechterverhältnisse hinterfragt, hat Lepper 2017 den Mülheimer Dramatikerpreis gewonnen.

Mädchen in Not

Diesen Beitrag weiterlesen →

1 2 3 4 5 32