Vorgefühlt: „50°N7°O ‒ Tanzt … Vielfalt!“ Choreografien von Mitgliedern der Ballettcompagnie

Mitglieder der Ballettcompagnie stellen sich auch in diesem Jahr am Ende der Spielzeit noch einmal einer großen Herausforderung. Sie werden sich an eigenen Choreografien probieren. Die Herausforderungen, denen sich die vier Tänzer stellen, sind wie das Motto des Abends „Vielfalt“, ebenso vielfältig. Sie stehen dieses Mal nicht auf der Bühne, sondern nehmen den Platz der Regie vor der Bühne ein. Sie entwickeln ein Konzept und eine eigene Sprache der Bewegung, die sie ihren Kollegen vermitteln werden. Wie setzt man die eigene Fantasie in Bewegung um und welche Musik wählt man? Die jungen Choreografen sind für diesen Abend und die damit verbundene Probenzeit nicht mehr Tänzer in der Companie, sondern der Chef des Teams, der die Verantwortung für die Tänzer und sein entstandenes Resultat trägt.

In diesem Jahr choreografieren vier Mitglieder des Ballettensembles ihre Vorstellungen zum Thema „Vielfalt“, die vor allem auch aus der Unterschiedlichkeit der Nationalitäten der Choreografen erwächst. Chiho Kawabata stammt aus Japan, Michael Waldrop ist Amerikaner, Ivan Kozyuk stammt aus der Ukraine und Meea Laitinen ist Norwegerin. Die unterschiedlichen Nationalitäten, Werdegänge und individuellen Entwicklungen zu Künstler-Persönlichkeiten prägen die Geschichten, die sie in vier kurzen Stücken erzählen möchten.

Chiha Kawabata, Ivan Kozyuk, Meea Laitinen, Michael Waldrop
Fotos: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Diesen Beitrag weiterlesen →

Requisitenfischen: Zehn Spielzeiten. Zehn Requisiten. Zehn Anekdoten.

Langsam neigt sich die Spielzeit 2017/2018 dem Ende zu. Nach und nach werden Kostüme, Bühnenbilder und Requisiten der abgespielten Produktionen ordentlich zusammengeräumt und im Lager des Theaters verstaut. Dort liegen und warten sie in Reih’ und Glied, bis sie vielleicht für eine nächste Produktion – in einem völlig neuen Zusammenhang – wieder zum Einsatz kommen. Dass einzelne Gegenstände eine ganze Geschichte erzählen können, und zwar nicht nur über sich selbst, sondern auch über eine bestimmte Zeit oder eine einzelne Person, hat uns erst kürzlich das Schauspiel „Das 20. Jahrhundert in Kartons“ gelehrt. An diesem Abend finden die Darsteller in Umzugskartons eine Vielzahl an Dingen, die jeweils eine eigene Geschichte der Vergangenheit erzählen.

Für den Intendanten Markus Dietze geht dieser Tage nicht nur eine weitere Spielzeit zu Ende, viel mehr nähert sich der Beginn seiner 10. Spielzeit am Theater Koblenz. In all diesen Jahren – und nach aktuell insgesamt 215 vergangenen Produktionen – ist so einiges über die Bühne gegangen, über das sich manche Anekdote erzählen ließe. Aus diesem Anlass gräbt Markus Dietze in seinen Erinnerungen. Vor ihm baut sich der bunte Stapel aller Spielzeithefte der nun zehn Jahre auf, hinter dem er verschwindet. Nach und nach blättert er die Hefte durch und wählt aus jeder Spielzeit ein Lieblingsrequisit aus, von dessen Geschichte er uns erzählt, während von ihm nur noch vereinzelt die Hand zu sehen ist, die nach dem nächsten Heft greift.

Markus Dietze und Requisiten
Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Diesen Beitrag weiterlesen →

Vorgefühlt: „Daheim“: Eine Eigenproduktion der Jungen Enthusiasten

„Daheim“ ist es am Schönsten. Die Meinungen zum eigenen Heim oder dem Zuhause sind so vielfältig wie ihre Bewohner, die je nach Herkunftsland, Kultur, Prägung, beruflicher Situation und Alter sehr unterschiedliche Auffassungen zu ihrem Zuhause haben.

Der Begriff „Heimat“ war lange aus der Mode und galt als spießbürgerliches Klammern an alte Traditionen, zumindest aus der Sicht der Jugend. Das Bekenntnis zur eigenen Heimat, die „Heimatverbundenheit“ liegt heute wieder im Trend. Ebenso wie der Verkauf regionaler Produkte und die Modernisierung alter Traditionen. Heimat bleibt uns im Leben treu und formt unsere Identität. Heimat bleibt auch ein Teil unserer Identität, wenn wir sie bewusst verlassen und uns flügge in die große weite Welt stürzen, um zum Beispiel zu studieren. Wir erinnern uns in der Fremde an unsere Heimat, wenn wir den heimatlichen Dialekt hören, eine Landschaft sehen, die der Heimischen nahe kommt oder einen bestimmten Geruch wahrnehmen, der an das Elternhaus erinnert. Schlimm wird der Verlust der Heimat, wenn wir gezwungen werden sie und das Zuhause zu verlassen, weil es woanders bessere Arbeitsmöglichkeiten gibt oder die Flucht aus der Heimat nötig wird, weil ein Krieg ausgebrochen ist. Die unbegrenzten Möglichkeiten, die uns heute weltweit geboten werden, scheinen auch ein Bedürfnis nach Ruhe und Sicherheit in einem bekannten Umfeld „Daheim“, in der Heimat, in uns auszulösen. Doch wie definiert sich der Begriff „Daheim“ überhaupt. Liegt ein Heim immer in der Heimat und ist das „Daheim“ auch gleichbedeutend mit Zuhause?

Bühnenbild Daheim
Foto: Katharina Dielenhein für das Theater Koblenz

Continue reading →

Auf die Sitzplätze, fertig los! Vorverkaufsbeginn von “Die kleine Hexe”

Draußen wird es wärmer, das Eis schmeckt immer besser und alle Schulen arbeiten auf die lang ersehnten Sommerferien hin. Perfekte Gegebenheiten, um über Weihnachten zu sprechen. Ja richtig, Weihnachten, denn Weihnachtszeit ist Märchenzeit. Wo ist da der Zusammenhang? Ganz einfach: Heute beginnt der Vorverkauf für das diesjährige Weihnachtsmärchen „Die kleine Hexe“, bearbeitet von John von Düffel nach Otfried Preußler.

Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien Koblenz, TD Altenkirchen – Die kleine Hexe
Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Diesen Beitrag weiterlesen →

Vorgefühlt: „Der goldene Drache“

Chinesische, japanische, indische, koreanische und Thai-Restaurants gehören inzwischen überall zum Straßenbild. Asiatische Kost wird mit den Attributen leicht und lecker verbunden und trifft auf den westlichen Zeitgeist des Fitness- und Wellness-Wahns. Asiatisches Essen ist „in“. Dabei interessiert es niemanden, wie es hinter der goldenen „winke Katze“ in der Küche zugeht. Welches Schicksal hat die Menschen in den Küchen der asiatischen Schnellrestaurants ereilt und woher kommen sie?

Nummer 31: Gai Grob Prio Wan
kross gebackene Hähnchenbrust mit Morcheln, Ananas, Pfirsich (süß-sauer)

Fahles Sonnenlicht fällt durch die Fensterscheiben auf die Tische. Es duftet nach Zitronengras, Thai-Ingwer und Erdnusssoße. Ein paar Quadratmeter Asien mit asiatischen Gerichten, asiatischen Köchen und Glückskeksen. Das Essen ist leicht verdaulich, sehr gesund und von wenig scharf bis extra scharf variieren die Aromen, die auf den europäischen Gaumen angepasst sind und einen Hauch Exotik in den Alltag bringen. Der Asia Deli, wie es heute heißt, passt in den neuen Life-Style unserer Zeit. Es schmeckt und ist preiswert.

Leckere Requisiten in Der goldene Drache
Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Diesen Beitrag weiterlesen →

1 2 3 4 5 28