Don Giovanni”, Der Kaukasische Kreidekreis”, Chicago”, Haus mit 14 Räumen”, Ein Schaf fürs Leben”, Arsen und Spitzenhäubchen”, „Für Elise”, „Pension Schöller”, Nabucco” und und und. Der Spielplan 2019/2020 beinhaltet ein wunderbares Potpourri an Theaterklassikern, modernen Stücken und Uraufführungen in allen Sparten. Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaters Koblenz haben wir die Frage gestellt: Worauf freust du dich in der Spielzeit 2019/2020 am meisten?

Vorfreude auf die Spielzeit 2019/2020 mit Christina Pointer

Christina Pointer ist seit der Spielzeit 2018/2019 Ausstattungsassistentin in der Technischen Direktion. In ihren Aufgabenbereich fällt unter anderem die Beschaffung und die Organisation von Bühnendekorationen, Requisiten, Kulissen und andere Ausstattungsteilen, die für die kommenden Inszenierungen benötigt werden.

Als der neue Spielplan zum ersten Mal vor ihr liegt, zögert sie. „Muss ich mich für eine Inszenierung entscheiden oder kann ich mehrere nehmen? Ich bin auf so viele Stücke total gespannt”. Nach ein wenig Bedenkzeit ist Christinas Wahl getroffen: „Ich freue mich auf die Produktionen der Sparte Puppenspiel. Damit bin ich zum ersten Mal hier am Theater Koblenz in Berührung gekommen und ich finde die Mittel und Möglichkeiten dieser Darstellungsform ganz hinreißend. Besonders spannend finde ich die Zusammenarbeit zwischen Schauspiel und Puppenspiel. Da entwickelt sich eine ganz eigene bezaubernde Dynamik. Deswegen freue ich mich ganz besonders auf ,Antigone’.”

Vorfreude auf die Spielzeit 2019/2020 mit Thomas Knopp

Thomas Knopp betreut als Veranstaltungstechniker viele Produktionen, vor allem auf den Probebühnen 2 und 4. Eine Woche vor der Veröffentlichung dieses Artikels schwärmt Tom von der Konzeptionsprobe der Schauspielinszenierung „Versetzung” und den atemberaubenden Ideen, des Leitungsteams. Aus gegebenem Anlass hat er sich allerdings spontan für ein anderes Stück entschieden:

„In der Spielzeit 2019/2020 bin ich besonders gespannt auf das Tanzstück ,Folk Fiction’. Tanz hat mich schon immer begeistert und fasziniert. Nachdem ich das Gastspiel ,Cowboys“ betreut habe, freue ich mich umso mehr, in der kommenden Spielzeit gemeinsam mit den hervorragenden jungen Tänzern der Sebastian Weber Dance Company eine neue Produktion auf der Probebühne 4 entstehen zu lassen. ,Cowboys’ war eine Symbiose aus modernem Stepptanz und Elementen des Tanztheaters. Das hat mich nachhaltig beeindruckt und eine solche Art Theater ist – besonders auf einer Bühne wie der Probebühne 4 – eine spezielle Herausforderung.“

Vorfreude auf die Spielzeit 2019/2020 mit Alexandra von Hammel-Herche

Alexandra von Hammel-Herche, Klarinettistin des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie, freut sich am meisten auf die Musiktheaterinszenierung „Wolf unter Wölfen“. Warum? „Ich bin ein richtiger Eichberg-Fan. Søren Nils Eichberg ist aktuell für mich der spannendste zeitgenössische Komponist Europas und es ist eine große Ehre an einer solchen Uraufführung mitwirken zu können.“

Für Alexandra ist es die dritte Eichberg-Oper, die sie nach „Glare“ (Theater Koblenz 2017) und „Schönerland“ (Hessisches Staatstheater Wiesbaden 2017) spielen darf. „Ich mag seine ganz eigenen Sounds, seine Art mit politischen Themen sensibel umzugehen, aber auch seinen Stilmix: Mal klingt es nach Verdi, Gershwin, Bach oder orientalisch, mal sind es industrial Sounds, die im Mittelpunkt einer Komposition stehen. Bezüglich ,Wolf unter Wölfen’ bin ich also ganz gespannt, wie er das komplexe Gesellschaftsporträt des Inflationsjahrs 1923 musikalisch umsetzt.”

Vorfreude auf die Spielzeit 2019/2020 mit Dominique Beuerle

Dominique Beuerle ist Schneider am Theater Koblenz und fertigt gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen die vielen schönen Kostüme der Darstellerinnen und Darsteller an. Bei unserem Termin an seinem Arbeitsplatz zückt er einen Notizzettel, auf dem in Handschrift geschrieben steht:

„Ich freue mich schon sehr auf „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“, das Weihnachtsmärchen der kommenden Spielzeit. Die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz ist eine der ersten, die ich im Theater gesehen habe. Hier am Theater Koblenz machen mir die Märchen immer besonders viel Spaß, sowohl im Bezug auf das Schneidern der Kostüme, als auch als Zuschauer. Und vielleicht wird „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ auch das ersten Stück, das sich mein kleiner Sohn ansehen wird …“

Anja Merfeld