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Schultheatertage reloaded: Konzentration, Kreativität und Körperarbeit

„Wir haben uns heute als Kurs verbessert“, so lautet Anna Knebels Rückmeldung zum Schultheatertage. Sie ist Schülerin der Oberstufe am Max-von-Laue-Gymnasium und war mit ihren Mitschülern des Kurses Darstellendes Spiel zu Gast im Theater Koblenz. Nach einer Theaterführung, die das Verständnis für die Prozesse hinter den Kulissen vertiefte, arbeitete der Kurs intensiv in einem mehrstündigen Workshop unter der Leitung von Musiktheaterpädagogin Corinna Stüttgen. Mitschüler Janek Winkelmann nimmt aus diesem vor allem die Erkenntnis mit, dass Spielszenen innere Ruhe und Pausen benötigen.

Schultheatertage: Max-von-Laue Gymnasium
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Inszenierungen aus anderen Perspektiven: Regieassistentin Elisabeth Paula Neumann

Peter Eötvös’ „Der goldene Drache“ erlebte erst im Juni 2014 seine Uraufführung in Frankfurt. Seither wurde dieses humorvolle, groteske, aber poetische Musiktheater, das Roland Schimmelpfennigs gleichnamiges Schauspiel zur Grundlage hat, in Deutschland nur in Bremerhaven aufgeführt. Nun hat das Theater Koblenz die Freude, dieses bemerkenswerte, bei allem Humor durchaus auch sozialkritische Werk für sein Publikum zu spielen. Elisabeth Neumann hat als Regieassistentin die Produktion von Probenbeginn an begleitet. Sie klärt uns über die vertrackte Handlung auf, erzählt von den Hintergründen und Kniffen im Umgang mit dem Werk und gibt einen Einblick über Atmosphäre und Stimmung in der Probenzeit.

Regieassistentin Elisabeth Paula Neumann

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Inszenierungen aus anderen Perspektiven: Ballettmeisterin Michelle Eckstein

Ballettmeisterin Michelle Eckstein hat in den vergangenen Jahren wie auch in dieser Spielzeit die Choreografen aller Ballettabende, allen voran Ballettdirektor Steffen Fuchs, bei ihren Produktionen assistiert. Die gebürtige Nordengländerin arbeitet schon seit ihrem 18. Lebensjahr am Theater Koblenz und war die ersten 22 Jahre als Balletttänzerin beschäftigt: „Mit 16 bin ich für zwei Jahre zur Royal Ballet School gegangen. Ich sollte ein drittes Jahr dort bleiben, aber habe in London für eine Compagnie in Kiel vorgetanzt, wo der damalige Koblenzer Ballettdirektor saß, der mich sechs Monate später anrief und engagierte. Innerhalb von ein bis zwei Wochen bin ich dann von London nach Koblenz umgezogen.“ Heute erzählt uns Michelle von der aktuellen Ballettproduktion „Die Odyssee“ von Steffen Fuchs.

Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

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Vorgefühlt: „50°N7°O ‒ Tanzt … Vielfalt!“ Choreografien von Mitgliedern der Ballettcompagnie

Mitglieder der Ballettcompagnie stellen sich auch in diesem Jahr am Ende der Spielzeit noch einmal einer großen Herausforderung. Sie werden sich an eigenen Choreografien probieren. Die Herausforderungen, denen sich die vier Tänzer stellen, sind wie das Motto des Abends „Vielfalt“, ebenso vielfältig. Sie stehen dieses Mal nicht auf der Bühne, sondern nehmen den Platz der Regie vor der Bühne ein. Sie entwickeln ein Konzept und eine eigene Sprache der Bewegung, die sie ihren Kollegen vermitteln werden. Wie setzt man die eigene Fantasie in Bewegung um und welche Musik wählt man? Die jungen Choreografen sind für diesen Abend und die damit verbundene Probenzeit nicht mehr Tänzer in der Companie, sondern der Chef des Teams, der die Verantwortung für die Tänzer und sein entstandenes Resultat trägt.

In diesem Jahr choreografieren vier Mitglieder des Ballettensembles ihre Vorstellungen zum Thema „Vielfalt“, die vor allem auch aus der Unterschiedlichkeit der Nationalitäten der Choreografen erwächst. Chiho Kawabata stammt aus Japan, Michael Waldrop ist Amerikaner, Ivan Kozyuk stammt aus der Ukraine und Meea Laitinen ist Norwegerin. Die unterschiedlichen Nationalitäten, Werdegänge und individuellen Entwicklungen zu Künstler-Persönlichkeiten prägen die Geschichten, die sie in vier kurzen Stücken erzählen möchten.

Chiha Kawabata, Ivan Kozyuk, Meea Laitinen, Michael Waldrop
Fotos: Matthias Baus für das Theater Koblenz

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Requisitenfischen: Zehn Spielzeiten. Zehn Requisiten. Zehn Anekdoten.

Langsam neigt sich die Spielzeit 2017/2018 dem Ende zu. Nach und nach werden Kostüme, Bühnenbilder und Requisiten der abgespielten Produktionen ordentlich zusammengeräumt und im Lager des Theaters verstaut. Dort liegen und warten sie in Reih’ und Glied, bis sie vielleicht für eine nächste Produktion – in einem völlig neuen Zusammenhang – wieder zum Einsatz kommen. Dass einzelne Gegenstände eine ganze Geschichte erzählen können, und zwar nicht nur über sich selbst, sondern auch über eine bestimmte Zeit oder eine einzelne Person, hat uns erst kürzlich das Schauspiel „Das 20. Jahrhundert in Kartons“ gelehrt. An diesem Abend finden die Darsteller in Umzugskartons eine Vielzahl an Dingen, die jeweils eine eigene Geschichte der Vergangenheit erzählen.

Für den Intendanten Markus Dietze geht dieser Tage nicht nur eine weitere Spielzeit zu Ende, viel mehr nähert sich der Beginn seiner 10. Spielzeit am Theater Koblenz. In all diesen Jahren – und nach aktuell insgesamt 215 vergangenen Produktionen – ist so einiges über die Bühne gegangen, über das sich manche Anekdote erzählen ließe. Aus diesem Anlass gräbt Markus Dietze in seinen Erinnerungen. Vor ihm baut sich der bunte Stapel aller Spielzeithefte der nun zehn Jahre auf, hinter dem er verschwindet. Nach und nach blättert er die Hefte durch und wählt aus jeder Spielzeit ein Lieblingsrequisit aus, von dessen Geschichte er uns erzählt, während von ihm nur noch vereinzelt die Hand zu sehen ist, die nach dem nächsten Heft greift.

Markus Dietze und Requisiten
Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

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