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Inszenierungen aus anderen Perspektiven – Eva Maria Enders & Markus Scherer

Für unsere aktuelle Puppenspiel-Produktion „Wolfsstunde“ wollen wir mit Pressereferent Markus Scherer und Künstlerin Eva Maria Enders sprechen. Wir verlassen gemeinsam mit Markus das Theater, überqueren die Clemensstraße und treffen Eva und ihren Hund Eden am Gittertor vor ihrem Atelier. Wir durchqueren den Ausstellungsraum, der im Augenblick vollständig vom Produktionsteam erobert und zur Bühne gemacht wird, und gehen in ein lichtdurchflutetes kleineres Hinterzimmer. Dort nehmen wir an einem massiven Holztisch Platz. Während Eva uns Getränke anbietet, macht Eden es sich auf dem bunt gestreiften Sofa neben uns bequem.

Eva Maria Enders und Markus Scherer im Kunstraum Werkstatt
Künstlerin Eva Maria Enders und Pressereferent Markus Scherer.

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Vorgefühlt: „Wolfsstunde” nach dem Film von Ingmar Bergman

„Hier spukt es!“ dachte ich gestern, als ich mit Herzrasen und schweißgebadet aufwachte. Ich hörte ein knarzen im Wohnzimmer und längliche Schatten huschten über die weißen Wände. Mann, bin ich schreckhaft! Die Schatten wirkten wie hagere Figuren mit langen Armen und Beinen und noch längeren knöchrigen Fingern. Schauerlich, wie aus einem Tim Burton-Film entsprungen. Irgendwie war mir ganz fürchterlich unbehaglich, alles so still und dunkel. Ich hoffte, dass nicht ein Einbrecher in meiner Wohnung sein Unwesen treibt. Ich schlich mich langsam aus dem Schlafzimmer und – natürlich alles in bester Ordung.

Der Gruselstreifen von Ingmar Bergman feiert Uraufführung als Puppentheaterstück. (Foto: Katharina Dielenhein für das Theater Koblenz)

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Vorgefühlt: „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter”

Liebe Marie,

ich hoffe, Dir geht es gut. Entschuldige bitte, dass ich Dir schon so lange nicht geschrieben habe. In den Weihnachtsferien habe ich es nicht geschafft und eigentlich war auch alles wie immer.

Aber diese Woche hatten wir mit der Schule ein Theaterprojekt, das richtig Spaß gemacht hat. Ich wusste bisher noch gar nicht, dass Theaterstücke spannend und gleichzeitig lustig sein können.Zuerst war eine Theaterpädagogin in der Schule, die uns viel zu dem Theaterstück erklärt hat.
Das Stück heißt „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ und wurde von Sibylle Berg geschrieben.

Die hat bisher eigentlich noch nichts für Kinder geschrieben und die Theaterpädagogin hat uns gesagt, dass das Stück eine besondere Überraschung ist, weil die Autorin sonst wohl eher mit einem „bitteren Blick auf die Menschen “, so hat die Frau aus dem Theater das beschrieben, schreibt und deprimierende Geschichten erzählt, die meistens nicht gut ausgehen und für Erwachsene geschrieben sind. In dem Kinderstück hat sie das anders gemacht und das ist richtig gut geworden, find ich. Wir hatten dann noch einen Workshop in dem wir selbst Theater spielen durften. Das war richtig cool. Da habe ich Lust bekommen auch mal in eine Theatergruppe zu gehen.

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