Die Kernsanierung des Theaters Koblenz
Das Theater Koblenz steht seit 237 Jahren im Zentrum der Stadt Koblenz. Damit das auch in den nächsten Jahrzehnten so bleibt, wird die umfangreichen Kernsanierung des Bühnenhauses und der Betriebsgebäude in den kommenden Jahren intensiv fortgesetzt und abgeschlossen. Die wesentliche Bauphase ist für die Jahre 2024 und 2025 vorgesehen. Deshalb muss das Große Haus in den Spielzeiten 2024/2025 und 2025/2026 geschlossen bleiben. Ihr Theater Koblenz finden Sie dann an verschiedenen Orten der Stadt, vor allem in unserer attraktiven Interimsspielstätte auf dem Festungsplateau der Festung Ehrenbreitstein.
Auf dieser Seite informieren wir Sie über alle Aspekte der anstehenden Sanierung, die laufenden Planungen und bisher durchgeführte Maßnahmen. Bei der Kernsanierung des Theaters handelt sich um eine große Zukunftsinvestition und eine sehr komplexe Baumaßnahme. Deshalb werden wir die hier veröffentlichten Informationen laufend ergänzen und erweitern – und zwar nicht nur mit Texten, sondern auch mit Bild- und Videomaterial und einer umfangreichen Dokumentation der Baumaßnahmen, die bisher stattgefunden haben.
Diese erste umfangreiche Sanierung seit über 40 Jahren ist nicht nur für das Theater Koblenz, die beteiligten Kolleg:innen des zentralen Gebäudemanagements der Stadt Koblenz und die zahlreichen Fachplaner:innen eine spannende Herausforderung, sondern sicherlich auch für das Publikum und alle Freundinnen und Freunde des Theaters Koblenz.
DAS THEATERZELT · Praktische Informationen
- Das Theaterzelt wurde errichtet, um während der Kernsanierung einen vollwertigen Theater-Spielplan aller Sparten anbieten zu können. Dieser steht den bisherigen Spielplänen im Großen Haus des Theaters Koblenz in nichts nach. Im Gegenteil: Einige Produktionen werden erst durch die besondere Situation einer Interimsspielstätte überhaupt möglich.
- Die Sitzplätze im Theaterzelt sind auf einer ansteigenden Tribüne angeordnet, von allen Plätzen ist die Sicht auf die Bühne nahezu optimal. Reihen und Stühle sind selbstverständlich numme-riert. Das Publikum sitzt auf neu beschafften, bequem gepolsterten und normal breiten Stühlen.
- Das Theaterzelt ist barrierefrei, es gibt ebenerdige Rollstuhl-Plätze in der ersten Reihe. Das Theaterzelt verfügt über eine Übertitelanlage und eine Hörunterstützungsanlage.
- Das Theaterzelt bietet ein geräumiges Foyer mit Publikumsgastronomie und bewachter Garderobe und selbstverständlich ausreichend Sanitäranlagen.
Das Theaterzelt wird im Winter beheizt und ist im Sommer belüftet. - Im Sinne guter Nachbarschaft mit den Anwohner:innen des Festungsplateaus beginnen Vor-stellungen im Theaterzelt nicht später als 19:00 Uhr und enden nicht später als 22:00 Uhr. Die Vorstellungsplanung ist mit der GDKE abgestimmt, um gegenseitige Beeinträchtigungen bei Großveranstaltungen innerhalb der Festung nach Möglichkeit zu vermeiden.
- Es wird empfohlen, zum Theaterzelt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem eigens eingerichteten Shuttlebus oder mit der Seilbahn anzureisen.
- Zu jeder Vorstellung im Theaterzelt fahren grundsätzlich entweder die Seilbahn oder der Shuttle- bus sowohl hin als auch zurück. Beide Verkehrsmittel sind im Kartenpreis enthalten.
- Der Shuttlebus fährt vom Hauptbahnhof über den Zentralplatz und die Haltestellen am Deinhardplatz zum Theaterzelt auf dem Festungsplateau und hält auch an den Haltestellen in Ehrenbreitstein und am Parkplatz Fritsch-Kaserne.
- Die baurechtlich notwendige Anzahl von PKW-Stellplätzen wird an der Fritsch-Kaserne (ca. 800 m Fußweg zum Theaterzelt) bereitgestellt. Die Parkplätze am Entreegebäude der Festung Ehrenbreitstein sind für Besucher:innen des Theaterzelts nicht vorgesehen.
- Besuchergruppen, die mit einem eigenständig beauftragten Bus-Unternehmen anreisen, können diesen Bus an der Haltestelle „Theaterzelt“ zum Ein- und Aussteigen kurzzeitig halten lassen. Der Bus muss während der Vorstellung an der Fritsch-Kaserne geparkt werden.
- Selbstverständlich bleibt es auch in den Interimsspielzeiten dabei, dass die Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel im VRM ebenfalls im Preis der Theaterkarten inbegriffen ist. Der genaue Fahrplan des Shuttlebusses und welches der Verkehrsmittel zu den Vorstellungen fährt, wird auf der Website mitgeteilt.
Das Theaterzelt · Erfahren Sie mehr Im Video
Grosses Haus eröffnet Februar 2027
Spielzeit 2026/2027 wird an verlängerte Bauzeit angepasst · Rückkehr an den Deinhardplatz mit „Dido and Aeneas | Waiting for you“
Das Große Haus am Deinhardplatz wird im Februar 2027 mit dem spartenübergreifenden Doppelabend „Dido and Aeneas | Waiting for you“ eröffnet.
Die Wiedereröffnung verschiebt sich, da während der Sanierung erhebliche Schäden an der historischen Bausubstanz festgestellt wurden, die umfangreichere Arbeiten zur Beseitigung erforderlich gemacht haben als zunächst absehbar war. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen läuft. Gleichwohl werden wesentliche große Baumaßnahmen im Sommer 2026 wie geplant abgeschlossen sein, darunter die Arbeiten an der Theater- und Bühnentechnik, am Dach, an der Fassade und an der Gebäudestruktur.
Die schrittweise Inbetriebnahme der Gebäude am Deinhardplatz und in der Clemensstraße beginnt nach der Sommerpause 2026, der vollständige Umzug ins Große Haus mit finaler Nutzungsübergabe erfolgt zum Jahreswechsel 2026/2027. Hierfür wird vom 18. Januar bis 12. Februar 2027 der Proben- und Vorstellungsbetrieb im Theaterzelt und im Großen Haus komplett ruhen.
Der Spielplan 2026/2027 kann größtenteils wie geplant realisiert werden:
Mehrere ursprünglich für das Große Haus vorgesehene Neuproduktionen können durch eine Anpassung ihrer künstlerischen Konzeption im Theaterzelt realisiert werden. Dazu gehören „Dieses Stück geht schief“, „Zwischen den Stunden“, „Hoffmanns Erzählungen“, „Die Bremer Stadtmusikanten“ und „Kristina“. Die Premieren von „La Bohème“ und „Effi Briest“ sollen voraussichtlich in die Spielzeit 2027/2028 verschoben werden, wobei von „La Bohème“ bereits in der kommenden Saison einige konzertante Aufführungen angeboten werden können.
Zusätzlich ist eine Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion „Mephisto“ im Theaterzelt geplant. Vereinzelt können sich Premieren- und Vorstellungstermine verschieben. Der Spielplan in den übrigen Spielstätten kann wie vorgesehen stattfinden.
Sobald die genaue Ausgestaltung des angepassten Spielplans abgeschlossen ist, werden wir Sie detailliert informieren. Alle Abonnentinnen und Abonnenten werden zudem separat von der Theaterkasse informiert.
Wir freuen uns, dass wir das Theaterzelt noch bis Januar 2027 nutzen können, um auch in dieser besonderen Lage weiterhin Theater für euch zu spielen. Trotz aller Herausforderungen sehen wir der Spielzeit 26/27 positiv entgegen und freuen uns sehr darauf, das Große Haus im Februar 2027 endlich wiederzueröffnen. Danke für Ihr Verständnis!
Theaterzelt bis Januar 2027 • Fragen und Antworten
Die Wiedereröffnung des Großen Hauses wird später stattfinden als zuletzt vorgesehen, weil die sanierten Gebäude am Deinhardplatz und in der Clemensstraße nach aktuellen Einschätzungen nicht bereits nach der Sommerpause 2026 vollständig an das Theater übergeben werden können. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen läuft. Ab nach der Sommerpause 2026 erfolgt eine schrittweise Inbetriebnahme der Gebäude am Deinhardplatz und in der Clemensstraße soweit es möglich ist. Der vollständige Umzug ins Große Haus mit finaler Nutzungsübergabe ist für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen, um Baueinschränkungen wegen bereits paralleler Nutzung zu vermeiden. Hierfür wird vom 18. Januar bis 12. Februar 2027 der Proben- und Vorstellungsbetrieb im Theaterzelt und im Großen Haus komplett ruhen.
Grund für die erneute Verlängerung sind vor allem die während der Sanierung festgestellten erheblichen Schäden an der historischen Bausubstanz. Ihre Beseitigung erforderte zusätzliche Planungen, Prüfungen und umfangreichere Arbeiten als zunächst absehbar. Hinzu kamen zeitweise begrenzte personelle Kapazitäten einzelner ausführender Unternehmen.
Das Theaterzelt wird grundsätzlich so wie es ist ein weiteres Jahr bespielt werden.
Der ursprünglich für die Spielzeit 2026/2027 avisierte Spielplan kann im Wesentlichen auch im Theaterzelt umgesetzt werden. Mehrere ursprünglich für das Große Haus vorgesehene Neuproduktionen können durch eine Anpassung ihrer künstlerischen Konzeption im Theaterzelt realisiert werden. Dazu gehören „Dieses Stück geht schief“, „Zwischen den Stunden“, „Hoffmanns Erzählungen“, „Die Bremer Stadtmusikanten“ und „Kristina“. Die Premieren von „La Bohème“ und „Effi Briest“ sollen voraussichtlich in die Spielzeit 2027/2028 verschoben werden, wobei von „La Bohème“ bereits in der kommenden Saison einige konzertante Aufführungen angeboten werden können. Zusätzlich ist eine Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion „Mephisto“ im Theaterzelt geplant. Vereinzelt können sich Premieren- und Vorstellungstermine verschieben. Der Spielplan in den übrigen Spielstätten kann wie vorgesehen stattfinden.
Sobald die genaue Ausgestaltung des angepassten Spielplans abgeschlossen ist, werden wir Sie detailliert informieren. Alle Abonnentinnen und Abonnenten werden zudem separat von der Theaterkasse informiert.
Wie schon in der laufenden Spielzeit werden auch alle Abonnements in der interimistischen Situation weitergeführt. Das Zelt-Abonnement wird nicht verlängert. Alle Abonnentinnen und Abonnenten werden separat von der Theaterkasse informiert.
Wenn ihr Abonnement pausiert, melden wir uns mit gesonderten Informationen bei Ihnen.
Die Veranstaltungszeiten bleiben grundsätzlich unverändert. Wie in dieser Spielzeit erfolgreich praktiziert, werden wir uns mit der GDKE hinsichtlich der Vermeidung von Überschneidungen von Großveranstaltungen detailliert abstimmen.
So, wie es sich in der laufenden Spielzeit bewährt hat, fährt grundsätzlich die Seilbahn zu den Vorstellungen im Theaterzelt. Wenn kein Seilbahnbetrieb ist, gibt es einen Shuttle-Bus-Service.
Nein. Die Parkplatzsituation bleibt unverändert.
Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Website unter der Rubrik „Sanierung“ und in unseren regelmäßigen Newslettern.
Wir haben Baustellenführungen angeboten – da nun die finale Phase der Baumaßnahme läuft, ist das nicht mehr möglich.
Sie können uns unterstützen, indem Sie unsere Vorstellungen besuchen oder ein Abonnement abschließen beziehungsweise verlängern, für unser Programm werben oder Mitglied im Freundeskreis Theater Koblenz e.V. werden.
Baustellenführungen · Wichtige Informationen
In unregelmäßigen Abständen fanden Führungen durch die Baustelle der Kernsanierungsmaßnahme am Theater Koblenz statt. Hier haben wir durch die Baustelle geführt und Ihnen den aktuellen Baufortschritt verschiedener Örtlichkeiten innerhalb des historischen Gebäudekerns und der angrenzenden Betriebsgebäude gezeigt. Diese Führungen boten besondere und unerwartete Einblicke in die Sanierung des 237 Jahre alten Theatergebäudes. Da sich die Baustelle ständig weiterentwickelt, konnten jeweils nur Bereiche gezeigt werden, die zum Zeitpunkt der jeweiligen Führung freigegeben waren – inzwischen sind keine Baustellenführungen mehr möglich, da nun die Finalisierung der Baumaßnahmen ansteht, sodass die Wiedereröffnung des Großen Hauses im Februar 2027 erfolgen kann.
Der Treffpunkt für die Führungen ist der Eingang der Deinhardpassage am Deinhardplatz neben dem Zugang zur Baustelle. Die 60- bis 90-minütigen Führungen sind nicht barrierefrei (auch Gehhilfen sind auf der Baustelle nicht zugelassen), die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr und ist nur für Erwachsene möglich. Maximal können 15 Personen an einer Führung teilnehmen. Teilnehmer:innen müssen geschlossenes, trittsicheres Schuhwerk und strapazierfähige Kleidung tragen. Die verpflichtend zu tragenden Schutzhelme und Warnwesten stellt das Theater Koblenz leihweise zur Verfügung.
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