Vorgefühlt: „Nicht mit dir und nicht ohne dich“ – Ach, Berührungen!

Das Ballett geht ins Netz: Die letzte Spartenpremiere ist „Nicht mit dir und nicht ohne dich“, eine 15-teilige Choreografie zu Bachs Goldberg-Variationen, die ab 28. Juni auf stream.theater-koblenz.de zu sehen sein wird. Ein Experiment. Ballettdirektor Steffen Fuchs ist gespannt, immerhin: „Reglementierungen, Verknappungen und Verengungen heben den kreativen Geist ungemein.“

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Ein bisschen Alltag in außergewöhnlichen Zeiten

Ballettdirektor Steffen Fuchs im Gespräch mit Dramaturgieassistentin Julia Schinke

Wenn man die Augen zu macht, könnte es fast ein ganz normaler Morgen im Ballettsaal sein: Die Compagnie scherzt und lacht, Steffen Fuchs begrüßt die langsam eintrudelnden Mitglieder und Olga Bojkova schlägt einzelne Tasten am Klavier an. Doch sobald man die Augen öffnet, zeigt sich einem ein recht leerer Saal – die Tänzer und Tänzerinnen sind zuhause und über App zum digitalen Balletttraining zugeschaltet. Sobald alle ihr Mikrofon ausgeschaltet haben, geht es dann in gewohnter Manier los: Mit Steffen Fuchs, der die Übungen an der Stange sowie ein paar Sequenzen mit Drehungen und kleinen Sprüngen erklärt, während die Korrepetitorin ihn live begleitet. Das Ganze wirkt trotz seiner ungewöhnlichen Form vertraut und scheint in dieser Ausnahmesituation ein bisschen normaler Ballettalltag zu sein.

Steffen Fuchs – digitales Training
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Vorgefühlt: „Folk Fiction“ – Sebastian Weber über das Yin und Yang im Tanz

Eins unterscheidet seine Choreografie deutlich von anderen Tanzstücken in Koblenz: die Lautstärke. Mit sieben Stepptänzern ist die Sebastian Weber Dance Company bereits zum zweiten Mal zu Gast. Nachdem sich „Cowboys“ um Populismus drehte, geht es nun erneut um politische Fragen. Doch mit „Folk Fiction“ wendet sich das Ensemble, das am 19. Dezember Premiere feiert, aus einem besonderen Grund von dystopischen Szenarien ab.

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Vorgefühlt: „Haus mit 14 Räumen“ – Mal modern, mal klassisch

Tanz heißt in Koblenz in der Regel Ballett, in modernen Varianten zwar, aber immer noch Ballett. Mit „Haus mit 14 Räumen“ zeigt jetzt aber Gastchoreografin Regina van Berkel eine radikal zeitgenössische Tanzvision. Auf die sich nicht nur das Publikum einlassen muss, sondern auch die Tänzerinnen und Tänzer. Darunter Lisa Gottwik, die sich durch große Rollen in „Der Besuch der alten Dame“ und „Lulu“ während der vergangenen Jahre zu einer Stütze des Koblenzer Ensembles entwickelt hatte.

Lisa Gottwik
Foto: Arek Głębocki
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