Vorgefühlt: „Nussknacker und Mausekönig” – Tanz in die romantische Bilderwelt

Ballettchef Steffen Fuchs und Dirigent Daniel Spogis proben „Nussknacker und Mausekönig“

Koblenz – Als Kind stand der Koblenzer Ballettchef Steffen Fuchs in Berlin bereits im Ballett „Der Nussknacker” mit der Musik von Piotr Iljitsch Tschaikowski auf der Bühne. „Das kann wohl fast jeder Profitänzer von sich sagen.“ Nun choreografiert er das beliebte Weihnachtsmärchen, das 1892 uraufgeführt wurde, mit seiner 16-köpfigen Compagnie selbst. Die quirligen Mäuse werden von Kindern örtlicher Ballettschulen gespielt, die er selbst gecastet hat. Erst im Lauf der Choreografie verwandeln sie sich in Monster-Mäuse, die das Tanzensemble verkörpert.

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Inszenierungen aus anderen Perspektiven: Ballettmeisterin Michelle Eckstein

Ballettmeisterin Michelle Eckstein hat in den vergangenen Jahren wie auch in dieser Spielzeit die Choreografen aller Ballettabende, allen voran Ballettdirektor Steffen Fuchs, bei ihren Produktionen assistiert. Die gebürtige Nordengländerin arbeitet schon seit ihrem 18. Lebensjahr am Theater Koblenz und war die ersten 22 Jahre als Balletttänzerin beschäftigt: „Mit 16 bin ich für zwei Jahre zur Royal Ballet School gegangen. Ich sollte ein drittes Jahr dort bleiben, aber habe in London für eine Compagnie in Kiel vorgetanzt, wo der damalige Koblenzer Ballettdirektor saß, der mich sechs Monate später anrief und engagierte. Innerhalb von ein bis zwei Wochen bin ich dann von London nach Koblenz umgezogen.“ Heute erzählt uns Michelle von der aktuellen Ballettproduktion „Die Odyssee“ von Steffen Fuchs.

Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

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Vorgefühlt: „50°N7°O ‒ Tanzt … Vielfalt!“ Choreografien von Mitgliedern der Ballettcompagnie

Mitglieder der Ballettcompagnie stellen sich auch in diesem Jahr am Ende der Spielzeit noch einmal einer großen Herausforderung. Sie werden sich an eigenen Choreografien probieren. Die Herausforderungen, denen sich die vier Tänzer stellen, sind wie das Motto des Abends „Vielfalt“, ebenso vielfältig. Sie stehen dieses Mal nicht auf der Bühne, sondern nehmen den Platz der Regie vor der Bühne ein. Sie entwickeln ein Konzept und eine eigene Sprache der Bewegung, die sie ihren Kollegen vermitteln werden. Wie setzt man die eigene Fantasie in Bewegung um und welche Musik wählt man? Die jungen Choreografen sind für diesen Abend und die damit verbundene Probenzeit nicht mehr Tänzer in der Companie, sondern der Chef des Teams, der die Verantwortung für die Tänzer und sein entstandenes Resultat trägt.

In diesem Jahr choreografieren vier Mitglieder des Ballettensembles ihre Vorstellungen zum Thema „Vielfalt“, die vor allem auch aus der Unterschiedlichkeit der Nationalitäten der Choreografen erwächst. Chiho Kawabata stammt aus Japan, Michael Waldrop ist Amerikaner, Ivan Kozyuk stammt aus der Ukraine und Meea Laitinen ist Norwegerin. Die unterschiedlichen Nationalitäten, Werdegänge und individuellen Entwicklungen zu Künstler-Persönlichkeiten prägen die Geschichten, die sie in vier kurzen Stücken erzählen möchten.

Chiha Kawabata, Ivan Kozyuk, Meea Laitinen, Michael Waldrop
Fotos: Matthias Baus für das Theater Koblenz

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Vorgefühlt: „Die Odyssee“ Ballettabend von Steffen Fuchs nach Homer

Die „Odyssee“ ist neben der „Ilias“ das zweite große Epos, von dem griechischen Dichter Homer. Im späten 8. Jahrhundert vor Christus ist sie im ionischen Kleinasien entstanden. Die „Odyssee“ zählt zu den ältesten und einflussreichsten Werken der griechischen und abendländischen Literatur. In 24 Gesängen, die insgesamt 12.200 Hexameterverse umfassen, erzählt der Dichter in einer kunstvollen Sprache, wie Odysseus zehn Jahre umherirrt, bevor er als einziger Überlebender unter seinen Gefährten nach Ithaka heimkehrt. Dort bleibt die warme Begrüßung der liebenden Ehefrau allerdings vorerst aus.
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Vorgefühlt: Der Ballettabend “Gefallene Helden”

Ein Held ist die Verkörperung von heldenhaften Taten und Tugenden, die durch vorbildlich mutiges Handeln und moralisches Verhalten Bewunderung erwecken. Vielfach sind sie bereits aus dem antiken Heroen-und Ahnenkult hervorgegangen, wo sie oft als mythologischer und legendärer Göttersprössling oder Halbgott beschrieben wurden, der favorisiert als Kulturbringer und Kulturbeschützer galt. Andererseits kann der Held auch ein nichtsnutziger junger Mann sein. Zum Helden wird er erst durch seine erste außergewöhnliche heroische Tat, wenn er etwa einen Feind, ein Ungeheuer oder einen Riesen erschlägt, eine Blutrache ausführt oder Menschen aus Bedrängnis rettet. Ein Held entspricht normalerweise der Definition dessen, was in der jeweiligen Kultur als herausragend gilt.

Unsere Ballettcompagnie zeigt in “Gefallene Helden” große Vielseitigkeit. (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

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