Vorgefühlt: „Pension Schöller“ – Urlaub vom Alltag

Wilhelm Jacoby und Carl Laufs schrieben 1890 das Lustspiel „Pension Schöller“ als beißende Satire auf das Spießbürgertum im Kaiserreich. In Koblenz wird das Stück in die Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts verlegt – und erweist sich so als nicht weniger scharf. Ein Kantinengespräch mit Regisseur Christian Schlüter, Dramaturgin Juliane Wulfgramm und Bühnenmusiker Ralf Schurbohm.

Pension Schöller – Theater Koblenz
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Vorgefühlt: „Chicago“ – Bis das Strumpfband kracht

Sinnlich, smart, sexy: Das sind Roxie und Velma, zwei Gattenmörderinnen, die sich im Gefängnis kennenlernen und in jede Menge Razzle Dazzle hineingeraten. Das Musical „Chicago“ ist eine hinreißend unmoralische Story aus der Feder von John Kander, Bob Fosse und Fred Ebb über die Sehnsucht nach Ruhm und Reichtum im Chicago der 20er Jahre. Am Samstag, 7. Dezember, feiert es im Theater Koblenz Premiere. Und auf den Proben geht es mindestens so energiegeladen zu wie im fiktiven Frauenknast.

Chicago Koblenz
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Vorgefühlt: „Der kaukasische Kreidekreis“ – Alle Macht der Zuneigung

In den Wirren der Revolution lässt die Gouverneursfrau ihr kleines Kind zurück. Magd Grusche zieht den Säugling auf, und als die leibliche Mutter zurückkehrt, muss Richter Azdak entscheiden, wer das Baby behalten darf. Azdak zeichnet mit Kreide einen Kreis auf den Boden: Die beiden Frauen sollen den Säugling packen, und wer ihn aus dem Kreis zerrt, der sei die Mutter … Soweit ist Bertolt Brechts 1948 uraufgeführtes Drama „Der kaukasische Kreidekreis“ bekannt. Aber was hat das Stück heute noch zu sagen? Regisseurin Esther Hattenbach, Dramaturg Sebastian Schulze Jolles und der Musikalische Leiter Johannes Bartmes diskutieren.

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Vorgefühlt: „Versetzung“. Wenn das eigene Leben zerfällt

Was ist Wahrheit, was ist Lüge? Was ist gesund, was ist krank? Was passiert, wenn ein Lehrer eine bipolare Störung hat und er in dieser Situation Schuldirektor werden soll? Was passiert, wenn sich die Welt, wie wir sie kennen, langsam in ihre Einzelteile auflöst? Vom Autor des Bestsellers „Die Welt im Rücken“.

Was ist Wahrheit, was ist Lüge? Was ist gesund, was ist krank? Wo liegt die Norm – und wie viel Anderssein toleriert unsere Gesellschaft? Das sind die großen Fragen, die das Schauspiel „Versetzung“ stellt, das ab dem 7. September auf der Probebühne 4 zu sehen sein wird. Der Autor Thomas Melle erzählt darin vom Lehrer Ronald, der eine bipolare Störung hat, also manisch-depressiv ist – und davon, was passiert, als Kollegen, Schüler und Eltern das erfahren. Schauspieler Marcel Hoffmann und Chefdramaturgin Juliane Wulfgramm beschreiben, wie sie sich diesem nicht gerade einfachen Thema angenähert haben.

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