Zurück zum Ex?

„Wenn Menschen, die einen Partner suchen, nach langer Zeit ihre Jugendliebe wiedersehen, sind sie bereit, den anderen zu idealisieren, weil sie sich an die guten alten Zeiten erinnern und alles andere verdrängen oder vergessen haben“, sagte die Frankfurter Paartherapeutin Christine Backhaus vor ein paar Jahren in einem Interview in der „FAZ“. Anna, zu Besuch bei ihrem Ex Till, geht es genauso. Die junge Autorin Patty Kim Hamilton hat ihnen dabei zugehört – und das Gesprochene, so scheint es, minutiös protokolliert. Das Ergebnis: ihr Stück „Zigaretten zum Nachtisch“, das von Selbsttäuschungen und Lebenslügen erzählt.

Am Set von Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten
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Was ist gelogen? Was ist wahr?

Dass Marianne Bachmeier den Mörder ihrer Tochter Anna erschoss, ist drei Jahrzehnte her. Es war der bislang aufsehenerregendste Fall von Selbstjustiz in Deutschland und beherrschte monatelang die Schlagzeilen. Die Berliner Autorin Sarah Amanda Dulgeris, damals sechs Jahre alt und heute selber Mutter, hat sich von diesem Fall zu einem Schauspiel inspirieren lassen. Benannt hat sie es nach der Tatwaffe: „beretta kaliber 22“. Die Uraufführung ihres Werks hatten wir für dieses Frühjahr im Theater geplant. Pandemiebedingt können wir es aber nun leider nicht vor einem Live-Publikum spielen. Deshalb haben wir beschlossen, es zu verfilmen.

Ensemble von Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten während der Dreharbeiten zu beretta kaliber
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„Neustart Kultur“ fördert Werke von Dorian Brunz und Stefan Wipplinger

„Dumbo“ von Dorian Brunz wurde im Theater Koblenz am 1. Juni 2019 im Rahmen des Abends „Drei neue Stücke“ erstmalig aufgeführt. Knapp 1 Jahr später – nämlich am 12. September 2020 – feierte „Schnitzels Erbe“, ein Auftragswerk des Theaters Koblenz umgesetzt von Stefan Wipplinger Uraufführung. Die digitale Veröffentlichung der Stücktexte wurde gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V..

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„Das Sparschwein“: Drei Fragen an Christian Binz

Kannst du uns aus deiner Perspektive als Kostümbildner erklären, was die Ausstattung einer Komödie von der Ausstattung anderer Schauspielstücke unterscheidet?
Zu Beginn unterscheidet sich die Arbeit tatsächlich gar nicht. Es ist erst einmal wichtig, die Figuren zu verstehen und sie ernst zu nehmen. Als nächstes entscheidet man, wie das Stück erzählt und ob die Figuren überzeichnet oder karikiert werden sollen und – ob man einfach nur übertreiben oder schon bloßstellen möchte. Das sind immer die ersten Schritte, egal ob man an einer Komödie oder einem Schauspiel arbeitet.

Was die Charaktere auf dem Papier tragen:

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