Vorgefühlt: Die Gewalt einer großen Liebe

Notate zu dem Ballettabend „Carmen“ von Steffen Fuchs

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„Wenn diagonal, dann richtig“, so reagiert der Choreograf Steffen Fuchs auf das Bewegungsangebot eines Tänzers auf der Probe zu „Carmen“. Diese Aussage verweist auf zweierlei: Zum einen auf die genaue Beobachtung, die zudem die Partizipation des Tänzers, der Tänzerin zulässt, zum anderen auf einen Perfektionismus, der sich nicht mit sich selbst begnügt, sondern die Zuschauerperspektive mitreflektiert.

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Vorgefühlt: Manchmal braucht es Eier, eine Frau zu sein

Komödie von Samantha Ellis

„How to Date a Feminist“ wurde 2016 in London uraufgeführt. Die heute 45-jährige Autorin Samantha Ellis hat die Komödie so konzipiert, dass die sechs Rollen minimal besetzt werden können. So spielt eine Schauspielerin in fliegendem Wechsel Kate, Carina und Morag – also eine junge, frisch verliebte Journalistin und außerdem die Ex ihres neuen Freundes und dessen Mutter.

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Vorgefühlt: “Die Zauberflöte” – Ein Albtraum, der mit uns zu tun hat

Ein Interview mit dem Regie-Team der neuen Inszenierung von Mozarts Oper "Die Zauberflöte" am Theater Koblenz

Jeder liebt Mozarts „Die Zauberflöte“. Aber jeder liebt die Oper anders: Der eine als Märchenoper, die andere als Feier von Aufklärung und Humanismus, wieder jemand anders als Abenteuer in freimaurerischen Ritualen. In Koblenz ist das Erfolgsstück als unruhiger Schlaf Paminas zu sehen, dessen verstörende Bilder in unsere Gegenwart reichen. Ein Gespräch mit dem musikalischen Leiter Mino Marani, der Dramaturgin Marion Meyer und der Regisseurin Mascha Pörzgen.

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Vorgefühlt: “Terminal 5 / Rohlinge” – „Eigentlich war ich ganz zufrieden mit meinem Leben“

In Simon Stephens’ „Terminal 5“ bewegt sich eine Frau durch das Gewimmel einer Großstadt, durch U-Bahn-Schächte und durch Flughafenhallen, bis sie sich am Ende aus den Menschenmassen herauskatapultiert, in einer sanften, unmerklichen Bewegung. In Dorian Brunz’ „Rohlinge“ kommt eine Frau aus dem Urlaub zurück und stellt fest, dass sie in ihrer Wohnung nicht mehr alleine ist. Markus Dietze (Regie) und Marie-Theres Schmidt (Co-Regie) inszenieren die beiden Texte im Atrium der Rhein-Mosel-Halle als Monologe für Magdalena Pircher: Szenische Audioinstallation und exzessive Soloperformance. Ein Gespräch mit dem Regieteam und Dramaturgin Julia Schinke.

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Vorgefühlt: Spielzeit 2021/22 – „Wie bleiben wir zeitgenössisch?“

Intendant Markus Dietze im Interview mit Falk Schreiber.
Das Gespräch fand am Ende der vergangenen Spielzeit statt.

Markus Dietze, wie erinnern Sie sich an die Situation vor einem Jahr? An die Präsentation der Spielzeit 2019/2020?

Die jetzt zu Ende gehende Spielzeit haben wir ja schon im Dezember 2019 präsentiert, da war von Corona noch keine Rede. Und später haben wir mantramäßig „Wenn wir nur fest genug glauben, dann können wir alles durchziehen!“ gesagt. Dieses Jahr ist in einem entscheidenden Punkt anders: Wir haben extrem lange gewartet mit der Veröffentlichung. Das ändert nichts an der Tatsache, dass wir nicht wissen, ob es im Herbst wieder zu solch massiven Einschränkungen kommen wird, dass ein Vorstellungsbetrieb im Theater nicht mehr stattfinden kann.

Das Große Haus in Panoramaansicht vom 2. Rang aus gesehen (Foto: Matthias Baus)
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