Vorgefühlt “Maria Stuart” – Das geht nicht gut aus

Die schottische Königin Maria Stuart ließ ihren Mann umbringen. Aus Furcht vor den Konsequenzen flieht sie nach England, zu ihrer Großcousine, Königin Elisabeth. Die die Flüchtende erstmal ins Gefängnis werfen lässt – sie hat Angst, dass Maria ihr den Thron streitig machen könnte. Schillers Drama „Maria Stuart“ ist das faszinierende Psychoduell zweier Machtfrauen. Und es ist ein Vergnügen, zu sehen, wie sich große Schauspielpersönlichkeiten wie Dorothee Lochner (als Maria) und Raphalea Crossey (als Elisabeth) in dieses Duell werfen.

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Vorgefühlt: “Die große Wörterfabrik”

Am 12. Februar feiert das Puppentheaterstück „Die große Wörterfabrik“ auf der Probebühne 4 im Theater Koblenz Premiere. In der Inszenierung von Friederike Förster erzählt uns Fiona gemeinsam mit ihrer Oma Marie von der Kraft und Macht der Sprache, von der Magie unmittelbarer Begegnung und von dem, über das meistens sehr laut geschwiegen wird. Angeregt von den Fragen einer 4. Klasse aus der Regenbogen Grundschule Lützel, die als Testpublikum eine Hauptprobe besuchte, hat Julia Göllner aus der Abteilung Theaterpädagogik ein fiktives Gespräch mit Fiona geführt.

Das ist Fiona
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„Dead Man Walking”: Komponist Jake Heggie in der Selbstauskunft

Den Film mit Susan Sarandon und Sean Penn kennt fast jeder. Aber wer weiß, dass es auch eine gleichnamige Oper gibt? Vor gut 20 Jahren wurde sie in San Francisco uraufgeführt – und verhalf einem aufstrebenden Komponisten zum weltweiten Durchbruch: Jake Heggie, damals 40 Jahre alt und zuvor Mitarbeiter in der PR-Abteilung des Opernhauses. Zufälligerweise war Heggie vor einigen Wochen für ein paar Tage in Frankfurt. Dort hat ihn Regisseur und Intendant Markus Dietze zum Gespräch getroffen und um Auskunft gebeten …

"Dead Walking": Komponist Jake Heggie in der Selbstauskunft.
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Vorgefühlt “Romeo und Julia”

The star-cross’d lovers – Über das Schicksal der Liebenden

„Romeo und Julia“ 2021/22 im Theater Koblenz: Wie hat es dieses „unsternbedrohte“ Liebespaar nur geschafft, den Spielplan so raumgreifend zu erobern? Im Sommer auf der Festung Ehrenbreitstein starb die Liebe von Tony und Maria auf dem harten Asphalt der New Yorker West Side. Gegen die Straßenkämpfe zwischen den verfeindeten Jets und Sharks hatte sie keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft. „There’s a place for us…“ – die Liebenden konnten keinen Ort finden, an dem sie hätten glücklich werden können. Ihnen geht es damit so wie ihren Rollenvorbildern: Romeo und Julia. 

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Vorgefühlt: Die Gewalt einer großen Liebe

Notate zu dem Ballettabend „Carmen“ von Steffen Fuchs

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„Wenn diagonal, dann richtig“, so reagiert der Choreograf Steffen Fuchs auf das Bewegungsangebot eines Tänzers auf der Probe zu „Carmen“. Diese Aussage verweist auf zweierlei: Zum einen auf die genaue Beobachtung, die zudem die Partizipation des Tänzers, der Tänzerin zulässt, zum anderen auf einen Perfektionismus, der sich nicht mit sich selbst begnügt, sondern die Zuschauerperspektive mitreflektiert.

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Vorgefühlt: Manchmal braucht es Eier, eine Frau zu sein

Komödie von Samantha Ellis

„How to Date a Feminist“ wurde 2016 in London uraufgeführt. Die heute 45-jährige Autorin Samantha Ellis hat die Komödie so konzipiert, dass die sechs Rollen minimal besetzt werden können. So spielt eine Schauspielerin in fliegendem Wechsel Kate, Carina und Morag – also eine junge, frisch verliebte Journalistin und außerdem die Ex ihres neuen Freundes und dessen Mutter.

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