Auf die Sitzplätze, fertig los! Vorverkaufsbeginn von “Die kleine Hexe”

Draußen wird es wärmer, das Eis schmeckt immer besser und alle Schulen arbeiten auf die lang ersehnten Sommerferien hin. Perfekte Gegebenheiten, um über Weihnachten zu sprechen. Ja richtig, Weihnachten, denn Weihnachtszeit ist Märchenzeit. Wo ist da der Zusammenhang? Ganz einfach: Heute beginnt der Vorverkauf für das diesjährige Weihnachtsmärchen „Die kleine Hexe“, bearbeitet von John von Düffel nach Otfried Preußler.

Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien Koblenz, TD Altenkirchen – Die kleine Hexe
Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

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Theaterpädagogik: Die Brücke zwischen Theater und Publikum

Generell wird sie als Brücke zwischen dem Theater und dem Publikum verstanden. Wikipedia meint, die Theaterpädagogik bewege sich zwischen den Bereichen Theater und Pädagogik. In Büchern liest man, die Theaterpädagogik ermöglicht den Zugang zum Theatermachen für alle.

Theaterpädagogen beschreiben sich als Abenteurer und Grenzgänger zwischen Wissenschaft, Kunst und einer spielerischen Praxis. All diese Definitionen erscheinen recht vage und es ist für viele Menschen schwierig, sich etwas Konkretes darunter vorzustellen, wenn ich mein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (kurz FSJ) im Bereich Theaterpädagogik beschreibe. Und auch, wenn es unterschiedlichste Definitionen und Ansichten über die Rolle der Theaterpädagogen im Theater gibt, ist man sich doch über eines relativ einig, es ist schwer möglich, ein einheitliches Berufsbild des Theaterpädagogen zu zeichnen. Aus diesem Grund werde ich anhand meiner Erfahrungen, die ich während meines FSJ, gesammelt habe, grob umzeichnen, wie diese theaterpädagogische Brücke in der praktischen Umsetzung am Theater Koblenz aussieht. Hier kommt also ein kleiner Guide zu meiner Arbeit als FSJlerin in der Theaterpädagogik.

Sarah Ben Bornia, die FSJlerin der Theaterpädagogik bei einem Seminar in Amsterdam.

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Vorgefühlt: „Deportation Cast“

“Deportation Cast” von Björn Bicker bringt ein komplexes gesellschaftliches Thema anschaulich auf die Bühne (Foto: Katharina Dielenhein für das Theater Koblenz)

Ende Mai blieb ich in den sozialen Netzwerken bei einem Skype-Video hängen, in dem ein 15-jähriges Mädchen weinend und tief verzweifelt erzählte, dass sie aus dem Unterricht geholt wurde und noch am selben Tag mit ihrer Familie nach Nepal abgeschoben wurde. In ein Land, dass ihr bis dahin völlig unbekannt war. „Das gibt es doch nicht!“, dachte ich voller Empörung. Wie kann das denn möglich sein, dass ein voll integriertes jugendliches Mädchen, das in die 9. Klasse eines Gymnasiums geht und in Deutschland geboren wurde, wie ein Verbrecher aus dem Unterricht geholt wird und abgeschoben wird. Unfassbar!

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Vorgefühlt: „Ausgesetzt“ – Ein Wanderstück der Identitäter

 

Es ist warm. Die Sonne strahlt über der Stadt und ich sitze auf einer Bank am Brunnen neben der Basilika Sankt Kastor. Ein Audioguide erzählt mir die Geschichte des Brunnens, er fordert mich auf, meine Umgebung, die Lichtreflexe im Wasser, die Form der Anlage und die Begrenzungen des Geländes genau anzusehen und meine Umgebung mit all den sommerlichen Farben und Gerüchen wahrzunehmen.

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Vorgefühlt: “Images”

„Wenn ich groß bin, werde ich Winnetou oder Astronaut“, sagen kleine Jungs. Die Mädchen wählen eher Tierärztin oder – noch schöner – Prinzessin. Die Fantasie ist grenzenlos und malt die schönsten Zukunftsvorstellungen.

Dann kommt aber das Leben dazwischen, und plötzlich entwickeln sich Lebensumstände und die eigene Zukunftsfantasie in eine ganz andere Richtung. Die Schule, die erzieherische Begabung der Eltern und der Freundeskreis prägen uns. Die Leistungen in der Schule und das folgende Studium, in dem die Aufmerksamkeit vielleicht eher auf der Abendgestaltung und der ersten großen Liebe liegt, lässt den ursprünglichen Traumberuf eventuell sogar in weite Ferne rücken oder eine frühe Ehe verhindert eine ausgelassene Jugend.

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Texte für draußen: aus der Schreibwerkstatt der Identitäter

Bunte Zettel mit Stichworten liegen in der Schreibwerkstatt

Die neue Eigenproduktion der Identitäter – also des Jugendclubs des Theaters – hat den Titel „Ausgesetzt“, denn es geht raus aus dem Theater. Zusammen mit dem Publikum begeben sich die Spieler auf Wanderschaft in die Koblenzer Wildnis. Das Besondere in dieser Spielzeit: Auf dem Weg zum Stück begleitet die junge Autorin Nadine Kaufmann die Proben. So wird es neben Ausflügen ins Grüne und Survivaltraining auf der Bühne auch eine Exkursion ins szenische Schreiben geben. Eine erste Schreibwerkstatt hat schon stattgefunden. Lena Wecker, die in dieser Spielzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur am Theater Koblenz macht und die Assistentin der Eigenproduktion „Ausgesetzt“ ist, hat (unter anderem) die Aufgabe, neugierig zu sein. Sie hat Nadine Kaufmann über das Schreiben befragt.

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