Vorgefühlt: “Fräulein Julie”

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Katja Sieder als Fräulein Julie – Foto: Theater Koblenz

 „Ohne Perso kommst du hier nicht rein! Nee, sorry, da kann ich auch keine Ausnahme machen … “ „Was ist hier denn los? Geht’s noch?“, frage ich mich, als ich an der Tür des Luxors ankomme. Voller Vorfreude auf die Premiere am 24. September und die interessanten Neuigkeiten, die ich zu erfahren hoffte, habe ich mich auf den Weg gemacht und werde erst mal von einem bulligen Türsteher angemault. Klar, der Einlass zu der Vorstellung ist erst ab 16 Jahre, spielt ja schließlich in einem Nachtclub, aber man muss es ja auch nicht übertreiben. Ich zeige also meinen „Perso“ mit dem betont lässigen Kommentar „Kein Ding, Alter!“ und betrachte die Anmache als Kompliment.

Als ich das Foyer des Luxors passiere, kommt mir ein etwas überdrehtes Partygirl entgegen, das mich in Empfang nimmt, und ehe ich mich versehe, finde ich mich in einem anrüchigen Nachtclub-Bühnenbild wieder, in dem die Erotik und die zügellosen Nächte noch in der Luft zu hängen scheinen. Das Luxor eignet sich durch seine plüschige Gestaltung und die roten Samttapeten perfekt als bespielbarer Bühnenraum. Ich bin auf einer Probe für die Produktion „Fräulein Julie“.

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Vorgefühlt: “Le nozze di Figaro”

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Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Jetzt wird es feierlich! Figaros Hochzeit steht vor der Tür und Sie sind, wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß, alle eingeladen. Wenn das kein Grund zur Freude ist.

Das junge, internationale Team um „Le nozze di Figaro“ hat am vergangenen Sonntag strahlend schön und gut gelaunt einen verlockenden Vorgeschmack auf die Premiere am kommenden Samstag gegeben.

Bevor wir uns in die temperamentvollen Feierlichkeiten stürzen dürfen, die Aromen von Jamón Serrano die Luft erfüllen und uns in die spanische Sonne entführen, wird es erst einmal heikel. Der Inhalt der komischen Oper ist nämlich ein verzwicktes Verwirrspiel, das Telenovelas nicht besser erdenken könnten.

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Vorgefühlt: “Hamlet”

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Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Das Theater Koblenz hält in dieser noch blutjungen Spielzeit ein neues Format auf der Seitenbühne für Sie bereit, das Ihnen ermöglicht, einen kleinen Vorausblick auf die kommende Premiere zu erhalten. Neugierig wird Anna Drechsler ihre Nase in die Probenarbeit stecken, um Sie mit allen wichtigen Informationen zu versorgen, die die Vorfreude auf die jeweilige Premiere noch erhöhen. Dabei wird sie vielleicht auch die ein oder andere Anekdote bereithalten. Freuen Sie sich auf Neuigkeiten aus der Endprobenphase, die Ihnen gerade noch gefehlt haben …

Spielzeiteröffnung mit Shakespeares „Hamlet“
Jeder kennt „Hamlet“! Ob aus dem leicht verblichenen Deutschunterricht, irgendeinem geerbten Buch, dem abgebrochenen Germanistik-Studium oder aus der ernsthaften Beschäftigung mit William Shakespeare und seinem weltberühmten Werk. Kurzum: Gänzlich unbekannt sind der englische Schriftsteller und sein Schauspiel in fünf Akten wohl niemanden. Wenngleich der Respekt vor diesen schweren dramatischen Stoffen ungebrochen bleibt und die Interpretationsansätze auf literarischer, musikalischer und filmischer Ebene unzählbar sind, sind das Interesse und die Lust an William Shakespeare und seinen Familiendramen sowie einfühlsamen Liebesgeschichten ungebrochen und von den Theaterbühnen nicht wegzudenken. Das Jahr 2016 ist das Jahr des 400. Todestages Shakespeares und damit ein guter Anlass, den Großmeister der Dramenliteratur erneut zu würdigen.

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