Tod, Erlösung, Vergebung

Eine kroatischstämmige Journalistin, nachts in einem Hotelzimmer allein mit der Minibar. Raum und Zeit verschwimmen, Vergangenheit und Gegenwart diffundieren ineinander. Es geht um das Leben im Krieg und die Schuld der Vorfahren, um Einsamkeit und Vergebung. Der Titel des Kammerschauspiels: „Gethsemane“. Was zugleich der Name des biblischen Gartens ist, in den sich Jesus am Vorabend seines Todes angstvoll und einsam zurückgezogen hatte. Jesus bittet dort, dass der Todeskelch an ihm vorübergehen möge. Was nicht geschehen wird. Aber was hat das alles mit dieser Frau im Hotelzimmer zu tun?

Dorothee Lochner bei Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten
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Nachtgeschichten

Via und Tom, Bruder und Schwester, treffen am Vorabend der Beerdigung ihrer Mutter aufeinander. Beide haben, nach einer traumatisierenden Kindheit, nicht Fuß fassen können im Leben. „Die Brücke in der Nacht“ von Lisa Wentz erzählt davon, wie es ist, in einer Suchtfamilie aufzuwachsen, in der Alkohol und blaue Flecken, womöglich aber auch Missbrauch, zum Alltag gehörten. „Zwei Geschwister, die gerne einfach nur zusammen ,Kinder Bueno’ essen würden, aber sich stattdessen gegenseitig verlieren müssen“ – so beschreibt es die Autorin selbst.

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten – Am Set von Mädchen im Wald
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Brave Kinder, lügende Künstler

„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“, Teil 3. Wir sehen ein gutbürgerliches, wohlsituiertes Mutter-Tochter-Gespann und tauchen ein in die Abgründe der Kunst-, Künstler- und Kritikerszene. Ursprünglich waren das lediglich zwei Teile eines größeren Theaterabends. Aufgrund der Pandemie ist aus ihnen nun ein eigenständiger Film geworden.

Am Set von The Screaming Impossibility of Death – Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten
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Vorgefühlt: „Così fan tutte“ – Eine Frage der Identität

Guglielmo und Ferrando glauben an die bedingungslose Treue ihrer Freundinnen. Aber Don Alfonso ist skeptisch: Wenn die Frauen so treu sind, dann kann man diese Treue auch mal auf die Probe stellen, oder? Vielleicht mit ein bisschen Mummenschanz? Mozarts „Così fan tutte“ ist auf den ersten Blick ein großer Spaß. Mino Marani, seit 2017 Erster Kapellmeister am Theater Koblenz und musikalischer Leiter der konzertanten „Così“-Aufführung, erklärt, was hinter der vorgeblich lustigen Handlung steckt.

Mino Marani mit seiner Partitur zu Così fan tutte
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