Auf neuen Kommunikationswegen

Von Markus Dietze

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Theaterbesucher mit Handys und Kameras in den ersten Reihen: Twitterer Rene Güls (@reneguels) nahm dieses Foto während des Tweetups auf.

Theater ist als tief in unserer Gesellschaft und Kultur verwurzeltes Medium immer schon sozial. Wenn also von „Social Theatre“ die Rede ist, muss ich mir – ehrlich gesagt – immer ein wenig auf die Zunge beißen, damit nicht ein langer Grundsatzvortrag daraus wird.

Theater wirkt – und das tut es schon immer – durch seine Unmittelbarkeit. Twitter wirkt – und das ist als Vorteil dieses Mediums zu beschreiben und zu begreifen – durch seine Mittelbarkeit.

Und deshalb ist die „Twitterbühne“ für uns Theater eine schöne und sinnvolle Erweiterung dessen, was die Kunstform Theater schon immer ausmacht. Es sind die alten und neu erdichteten Geschichten von glücklichem Gelingen und tragischem Scheitern, die uns immer wieder unterhalten und berühren. Diese Geschichten erzählt Theater, und sie sind es seit über 2500 Jahren wert, weitererzählt zu werden. Auf allen Wegen der Kommunikation, die sich bieten. Also eben ganz natürlich auch auf Twitter.

Das Schönste an unserem Tweetup war für mich, dass „das Theater“ als Kunstform und Medium deshalb gar nichts anders machen musste als sonst.

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Ein Intendant freut sich über 396 Quadratmeter Stoff (und was wir daraus gemacht haben)

Von Markus Dietze

Das hängen sie beide. Bald wird nur noch der neue Vorhang zu sehen sein.
Da hängen sie beide. Bald wird nur noch der neue Vorhang zu sehen sein.

Der denkmalgeschützte, klassizistische, in nicht als dezent zu bezeichnenden Blautönen gehaltene Zuschauerraum unseres Theaters mit Stuck, Goldimitat und historischer Trompe-l’œil-Malerei hat noch so gut wie jeden Gast in seinen Bann gezogen. Selbst hartgesottene postdramatische Jungregisseure können sich dem speziellen Reiz einer so eindeutig die Theaterkunst als etwas Wertvolles und Bewundernswürdiges kennzeichnenden architektonischen Gestaltung kaum entziehen.

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Großprojekt im Malsaal: Ein neuer Theatervorhang entsteht

von Katharina Dielenhein

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Von der Vorlage zum fertigen Vorhang: Wir haben den Prozess mit der Kamera begleitet.

Im Malsaal und in der Deko-Abteilung des Theaters Koblenz ist gerade der neue Hauptvorhang für das Große Haus entstanden. Das ist bei einem denkmalgeschützten Zuschauerraum kein einfaches und zudem ein sehr kostspieliges Unterfangen. Nur durch die finanzielle Unterstützung des Freundeskreises Theater Koblenz e.V., die die kompletten Materialkosten abdeckte, konnte dieses Projekt überhaupt in Angriff genommen werden. Am 18. Februar wird der neue Theatervorhang in seiner ganzen Pracht präsentiert: An diesem Abend wird er sich nach weiteren zwei Tagen Arbeit, an denen die beiden Vorhang-Schals eingehängt werden, zum ersten Mal vor Publikum öffnen, kurz bevor die abendliche Vorstellung von “Die Comedian Harmonists” beginnt.

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Tweetup im Theater Koblenz: Ein letztes Update

von Katharina Dielenhein

Es bleibt noch knapp eine Woche bis zu dem Termin, an dem wir rund 30 Twitterer, Blogger und Instagramnutzer in unser Großes Haus einladen. Wie viel Arbeit so ein Tweetup macht, merkt man erst dann, wenn man ihn plant. Die Gäste wollen etwas geboten bekommen, aber selbstverständlich auch verpflegt werden. Und auch andere Aspekte dürfen bei der Organisation einer solchen Veranstaltung nicht vergessen werden: Etwa, dass die Teilnehmer Strom brauchen. Viel Strom. Denn jeder, der ein Smartphone besitzt und (aktiv) bei Twitter angemeldet ist, weiß, wie schnell die Akkuanzeige bedrohlich rot blinkt, wenn man “nur mal kurz die Timeline checken” will. Und das wäre am Abend des Tweetups natürlich fatal.

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Die teuerste Arie seines Lebens

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Zeit für ein Erinnerungsfoto muss sein: Tobias Rathgeber flog nach New York, um in der berühmten MET vorzusingen. Foto: privat

von Michael Defrancesco, Leiter des Ressorts “Journal, Leben und Reise” bei der Rhein-Zeitung

Wenn er spricht, möchte man ihn eigentlich sofort singen hören. Seine Stimme klingt voluminös – eben „Marke ausgebildeter Opernsänger“. Tobias Rathgeber ist 34 Jahre alt und seit 2008 am Theater Koblenz engagiert. Er ist meistens Chorsänger. Manchmal tritt er auch nach vorn ins Rampenlicht und singt solo, zum Beispiel jüngst als Geharnischter in Mozarts „Zauberflöte“. Und manchmal macht er etwas ganz Verrücktes – da erfüllt er sich so ganz nebenbei einen Lebenstraum: einmal an der berühmten New Yorker MET zu singen.

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Drei Gründe, aus denen man mit der Seilbahn zu “Hair” fahren sollte

von Katharina Dielenhein

Im Juli zeigen wir sechsmal das Musical „Hair“ Open Air auf der Festung Ehrenbreitstein. Schon im vergangenen Sommer, als wir dort „Evita“ gezeigt haben, fuhr die Seilbahn an allen Theaterabenden deutlich länger, um die Besucher nach der Vorstellung wieder schnell und sicher in die Innenstadt zu bringen. Die guten Nachrichten: Das ist auch in diesem Jahr wieder der Fall. Die noch besseren Nachrichten: Im Sommer gibt es außerdem ein Kombiticket. Wenn ihr bei der Buchung eurer “Hair”-Karte an der Theaterkasse oder im Internet ein Ticket inklusive Seilbahnticket bestellt, zahlt ihr für die Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn nur 5 Euro. Noch nicht überzeugt? Dann lest jetzt weiter. Ich nenne euch drei Gründe, aus denen es sich wirklich lohnt, mit der Seilbahn zu fahren.

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