Alles neu macht der Dezember

Alles neu macht der Dezember
Anlässlich der Feiertage hat die Seitenbühne sich schick gemacht – wie es sich gehört.

von Katharina Dielenhein

Seit knapp fünf Monaten schreiben wir auf der Seitenbühne über das Arbeiten an einem Theater. Wir haben über Wiederaufnahmen und Fotografen, über QR-Codes und TweetUps, über Kurioses und Alltägliches geschrieben. Und die Fülle an Themen ist noch lange nicht erschöpft: Denn da fast monatlich ein neues Stück Premiere feiert, kehrt an einem Theater niemals Ruhe ein, und so gibt es immer etwas zu erzählen. Wir nehmen uns über die Weihnachtszeit trotzdem eine kleine Blog-Auszeit, schließlich gibt es auch für uns Kekse zu essen und Geschenke auszupacken. Anlässlich der Feiertage hat sich auch unser Blog, die “Seitenbühne”, schick gemacht. Er erscheint jetzt im neuen Design und ist SEO-freundlicher als der alte.

Selbstverständlich findet ihr unseren Blog weiterhin unter dem Kurzlink blog.theater-koblenz.de.

Wir wünschen euch besinnliche Feiertage.

Hand in Hand

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Das Feuer entsteht in der Maskenabteilung.

von Katharina Dielenhein

Viel stärker, als das in anderen Unternehmen der Fall ist, arbeiten an einem Theater viele Abteilungen unmittelbar am Produkt mit. Um den Zuschauer glücklich aus dem Großen Haus zu entlassen, sind die Maskenbildner und die Schreiner ebenso wichtig wie die Darsteller. Denn verkauft wird das Gesamtprodukt, also der ganze Abend. Und damit der Gesamteindruck am Ende stimmt, müssen nicht nur die Inszenierung sowie die schauspielerischen, tänzerischen oder musikalischen Leistungen stimmen, sondern auch das Drumherum: die Kulissen, die Kostüme, das Licht, die Einsätze.

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Runde 3 – und alles neu

Wiederaufnahme
Pamina bekommt ein neues Gesicht.

von Katharina Dielenhein

“Die Zauberflöte” ist ein Dauerbrenner. Das klingt jetzt vielleicht etwas plump, aber es entspricht der Wahrheit. Seit drei Jahren steht die Mozart’sche Oper auf unserem Spielplan, und noch immer wird sie leidenschaftlich besucht. Die diesjährigen Vorstellungen sind bis auf weniger als zehn Karten ausverkauft. Da kann man wohl guten Gewissens von einem Dauerbrenner sprechen.

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Immer der Zeit voraus

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Gingen nach der guten Nachricht direkt in den Druck: Hair-Plakate

von Katharina Dielenhein

Wenn ich im Moment durch die Läden der Koblenzer Innenstadt streife, finde ich überall Pullover, dicke Strumpfhosen und Winterjacken. Und auch die Deko zeigt mir, dass Weihnachten und der Winter vor der Tür stehen: Überall hängen Sterne, bunte Kugeln und Lichterketten. Aber bald schon weicht die weihnachtliche Dekoration der winterlichen, die winterliche der österlichen, die österliche der frühlingshaften. Während manche Berufe im Hier und Jetzt verankert scheinen, sind andere ihrer Zeit weit voraus. Am Theater ist das zum Beispiel der Fall. In dieser Woche haben wir uns unter anderem mit Themen intensiv beschäftigt, die für unsere Besucher erst im Januar wirklich interessant werden. Oder sogar erst im Sommer. An dieser Stelle erzähle ich euch aber trotzdem ein bisschen aus unserem Hier und Jetzt.

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Intelligent telefonieren

von Juliane Wulfgramm

Gerade habe ich eine Werbung gesehen, eine von vielen, in denen mir intelligentes Telefonieren versprochen wird. Das ist ja eigentlich super! Entgegen besseres Wissen stelle ich mir folgendes Szenario darunter vor: Mein Telefon ist so intelligent, automatisch unerwünschte Anrufe abzuwimmeln. Es wählt dazu die angebrachten Texte eigenständig aus: Nein, ich möchte kein supergünstiges Tarifupgrade mit 100 Freiminuten zusätzlich, denn ich habe eine Flatrate. Nein, ich will kein Probeabonnement der Fachzeitschrift für Haustierliebhaber, ich bin allergisch. Nein, ich möchte auch die Apothekenumschau deswegen noch lange nicht regelmäßig im Briefkasten haben. Nein, ich will auf keinen Fall an einer Umfrage zum Thema „Wie viele Zacken hat der Leibnizkeks?“ teilnehmen und ich möchte auch nicht am Telefon mit wildfremden Menschen über meine private Altersvorsorge, mein Wählerverhalten oder meine Urlaubsziele reden. Einen Kredit brauche ich gerade wirklich nicht. Und eine Probefahrt mit der neuen A-Klasse auch nicht, ich habe doch den Kredit nicht genommen. Und danke, NEIN!!! Sie müssen alle nicht noch mal anrufen. DAS nenne ich ein intelligentes Telefon.

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Drei Gründe, aus denen das Arbeiten an einem Theater ein besonderes ist – Teil IV

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Sich vor einer Premiere “Toi toi toi” zu wünschen, ist beim Theater Tradition – und die perfekte Vorlage für ein Fettnäpfchen für neue Mitarbeiter.

von Katharina Dielenhein

1. Der abergläubischste Arbeitsplatz der Welt

Es liegt doch eigentlich so nah, und jede Faser meines Körpers will es tun: Danke sagen. Und doch reiße ich mich zusammen. Und tue es nicht. Sondern beiße mir unauffällig auf die Lippe und schweige. Nicke leicht. Lächle. Mehr nicht. Auf den Ausspruch „Toi toi toi“, den man im Theater vor allem dann ganz häufig hört, wenn eine Premiere ansteht, antwortet man nicht mit Danke. Das schickt sich nicht. Dummerweise musste ich das erst einmal lernen. Stattdessen sagt man „Wird schon schiefgehen“ oder antwortet wiederum mit „Toi toi toi“. Aber wieso ist „Danke“ als Antwort verboten? Der Ausruf „Toi toi toi“ soll lautmalerisch für dreimaliges Ausspucken stehen. Das galt früher als Mittel, um Unglück abzuwenden. Heute wünscht man seinem Gegenüber damit Erfolg; die verbotene Antwort hingegen soll – so ein alter Aberglaube – wiederum das bringen, was man gar nicht möchte: eben Unglück. Und dieser Glaube wird hier sehr ernst genommen. Denn Unglück will – vor allem kurz vor der Premiere – verständlicherweise keiner.

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