Gedanken zu „Prinzessin Hamlet“ von E.L. Karhu in der Regie von Olga Wildgruber

Die Geschichte vom Dänenprinzen Hamlet glaubt jede und jeder zu kennen: Da ist einer, der seine Rache so lange hinauszögert, bis am dänischen Königshofe alle tot sind. Bis auf Horatio, der die Geschichte von Hamlet der Nachwelt überliefern soll. Aber ist Hamlet, der bei Shakespeare als tragische Gestalt zwischen mittelalterlichem Glauben und neuzeitlichem reformatorischen Denken eingepresst scheitert – und damit im 19. Jahrhundert neben Faust zum Sinnbild eines in der “vernünftelnden” Reflexion versunkenen (“deutschen”) Intellektuellen wurde -, wirklich nur einer, der als neu erwachtes Individuum scheitert?

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