Zwischen den Stunden
Dreiteiliger Ballettabend von Steffen Fuchs · Musik von Kevin Puts und Wolfgang Amadeus Mozart
Ein Tanzabend im Spiel von Licht und Dunkel, von Stille und Aufbruch sowie von verborgenen Geheimnissen und flüchtigen Offenbarungen.
Das Oboenkonzert „Moonlight“ entstand im Jahr 2016 unter dem Eindruck der Präsidentschaftswahlen, die Kevin Puts als eine Phase großer Umbrüche und Spannungen sowie auch persönlicher großer Enttäuschungen erlebte. Auf der Suche nach Inspiration gefiel Puts der Film „Moonlight“ aufgrund seiner Darstellung von Toleranz und Mitgefühl. Er markierte für ihn einen Anlass, neue Hoffnung zu schöpfen – und ein Konzert zu komponieren, das mit seiner lyrischen Qualität einen Kontrast zu besorgniserregenden Zeiten bildet.
Kevin Puts’ 2. Sinfonie und sein Flötenkonzert entfalten eine Musik von großer Spannkraft und leuchtender Transparenz. In seinem Flötenkonzert tritt Puts in einen feinsinnigen Dialog mit Mozart und verweist dabei ausdrücklich auf den zweiten Satz von dessen Klavierkonzert KV 467 – als Hommage und zugleich als zeitgenössische Antwort. Es sind rein sinfonische Werke, in denen die Musik selbst zur treibenden Kraft wird. Die Bewegungen der Tänzer:innen lassen die Musik körperlich werden, machen sie sichtbar, greifbar und atmend.
Mozarts 15. Streichquartett führt dagegen in die Intimität des Kammerspiels. Hier kehrt Frank zurück, eine Figur, die in früheren Stücken bereits Spuren hinterlassen hat. Diesmal steht ein Familiengeheimnis im Zentrum: etwas Unausgesprochenes, das zwischen den Figuren gärt, sie verbindet und zugleich trennt. Die Musik wird zum Resonanzraum dieser inneren Spannung – ein Tanz aus Nähe und Distanz, aus Fragen, die nie ganz beantwortet werden.
So öffnen die drei Werke ein Panorama gegensätzlicher Bewegungen – von der präzisen, beinahe flüchtigen Geste des Quartetts bis zu den weiten sinfonischen Räumen von Puts. Die Choreografien lassen diesen Dialog als Spiel von Licht und Dunkel, von Stille und Aufbruch sowie von verborgenen Geheimnissen und flüchtigen Offenbarungen lebendig werden.
Spielort
Theaterzelt
Werkeinführung
30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer des Theaterzelts
Altersempfehlung 12+
Shuttlebus-Fahrplan
Zu den Vorstellungen am 5. Oktober, 23. und 24.November 2026 fährt der Shuttle-Bus wie folgt:
| Hinfahrten zum Theaterzelt | Beginn 19:00 Uhr | |
| Hauptbahnhof (Steig A) | 17:55 | 18:25 |
| Zentralplatz/Forum (Steig C) | 17:59 | 18:29 |
| Stadttheater/Schloss (Steig A) | 18:00 | 18:30 |
| Rhein-Mosel-Halle (Steig B) | 18:01 | 18:31 |
| Kapuzinerplatz/Fähre | 18:04 | 18:34 |
| Festungsaufzug/DJH | 18:06 | 18:36 |
| Friesenstraße | 18:11 | 18:41 |
| Niederberg Kaserne | 18:13 | 18:43 |
| Theaterzelt | 18:15 | 18:45 |
Die Rückfahrt der Busse erfolgt stets 15 Minuten nach Ende der Vorstellung.