Carmen

Ballett von Steffen Fuchs · Musik von Rodion Shchedrin, Georges Bizet, Lo Còr de la Plana

Ballett

Nächste Vorstellung am Samstag, 10. Dezember 2022 um 19:30 Uhr

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Ist die ideale Frau sanft und zurückhaltend oder feurig und eigensinnig? Literatur, Oper und Tanz haben sich in den letzten Jahrhunderten oft der Antwort auf diese Frage gewidmet und die Stereotypen „femme fragile“ und „femme fatale“ geschaffen. Doch am Ende ist diesen Frauenfiguren trotz vermeintlichen Facettenreichtums eines gemeinsam: Sie alle entspringen der Fantasie ihrer männlichen Schöpfer.

Carmen mag selbstbestimmt und frei sein. Aber auch sie ist von Anfang an ein Produkt ihrer Erfinder: zunächst des Schriftstellers Prosper Mérimée, dann des Komponisten Georges Bizet. Und genau so trifft die Entscheidung über Leben und Tod am Ende nicht sie selbst, sondern Don José. Denn der Reiz ihrer Selbstbestimmtheit endet dort, wo sie sich als Frau von ihrem Geliebten löst.

Zwischen mitreißenden Rhythmen und zarten Melodien entspannt sich so inmitten des hier stolz und lebenslustig auftretenden spanischen Volkes eine Liebesgeschichte von Mann und Frau, die sich auf Augenhöhe begegnen, am Ende jedoch an den festgefahrenen Vorstellungen von Liebe und Freiheit zerbrechen.

Spielort

Großes Haus

Stückdauer

ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Werkeinführung

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Oberen Foyer

Programmheft

Zu dieser Produktion gibt es ein Programmheft als PDF-Download

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Besetzung

Don Q

Don Quijote

Rory Stead

 

Choreografie

Steffen Fuchs

Kostüme und Raum

Konstanze Grotkopp

Dramaturgie

Julia Schinke

Carmen ist vor allem ganz sie selbst

Das Ballett erzählt die Geschichte der Protagonistin als eine der Selbstfindung und -ermächtigung. Eine starke Frau, die ihren eigenen Gefühlen und Leidenschaften folgt, letztlich jedoch an den gesellschaftlichen Normen zerbricht.

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