VVKsstart am 20.08. um 10:00 Uhr! | Spielzeitpause vom 13.07.–26.08.

Lysistrata/Ursonate

von Aristophanes · Deutsch von Erich Fried / von Kurt Schwitters

Schauspiel

Nächste Vorstellung am Samstag, 13.3.2027 um 19:00 Uhr

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Hochaktuelle Verknüpfung zweier Vorlagen, die eines verbindet: die Mittel der Verweigerung als Protest gegen Krieg und Gewalt.

Kurt Schwitters, der zu den Gründern der Dada-Kunstbewegung in Zürich gehörte, ist einer der bedeutenden Künstler der historischen Avantgarden in Europa, die zwischen den beiden Weltkriegen nach neuen, zeitgemäßen Ausdrucksformen suchten. Seine Werke schockierten das Publikum, denn sie verweigerten die gültigen ästhetischen Kategorien und konventionelle Sichtweisen. Obsolet gewordene Wertvorstellungen des Kaiserreichs erschienen Schwitters ebenso suspekt wie alle dogmatischen Programme und jegliche politische Indienstnahme der Kunst. Reaktionären Haltungen wie dem Nationalsozialismus und dem Militarismus trat er mit seiner künstlerischen Ausdrucksform entschieden entgegen. Die „Sonate in Urlauten“, Schwitters’ komplexestes Werk, an der Schnittstelle Poesie, Musik, Typografie und Performance angesiedelt, entstand zwischen 1922 und 1932.

Auch in „Lysistrata” von Aristophanes geht es um die Mittel der Verweigerung als Protest gegen Krieg und Gewalt. Nach 20 Jahren des Krieges gegen Sparta befindet sich Athen in einem verheerenden Zustand, ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht. Also greifen die Frauen Athens zum letzten Mittel, um ihre Männer unter Druck zu setzen: kein Sex mehr. Komplette Verweigerung, solange, bis der Frieden geschlossen wird. „Lysistrata“, von Aristophanes als Komödie konzipiert, wurde im Frühjahr 411 v. Chr. – im zwanzigsten Jahr des Peloponnesischen Krieges – zur Aufführung gebracht. Es ist das dritte der pazifistischen Stücke des Aristophanes, die den Krieg thematisieren und mit den Mitteln der Kunst kritisieren.

2023 erhielt Esther Hattenbach für ihre Inszenierung von Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan” den erstmals verliehenen Hubert-Scherer-Preis. Diesen hatte der Freundeskreis Theater Koblenz anlässlich seines 40-jährigen Bestehens ausgelobt und nach ihrem Gründungsmitglied, langjährigen Vorsitzenden und Ehrenmitglied benannt. Der Preis wurde in der Laudatio explizit an die Erarbeitung einer weiteren Inszenierung des Teams um Esther Hattenbach gebunden und wird nun für die Produktion „Lysistrata/ Ursonate“ verwendet. 

Spielort

Großes Haus

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen im Großen Haus und im Oberen Foyer beginnt am 2. November 2026 um 10:00 Uhr.

Altersempfehlung 12+