VVKsstart am 20.08. um 10:00 Uhr! | Spielzeitpause vom 13.07.–26.08.

Der Besuch der alten Dame

Tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt

Schauspiel

Nächste Vorstellung am Donnerstag, 10.9.2026 um 10:00 Uhr

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Die reichste Frau der Welt inszeniert die Vergeltung für ein lange zurückliegendes Unrecht und stürzt damit ihre Heimatstadt in einen zerstörerischen Konflikt.

Claire Zachanassian stattet ihrer Heimatstadt Güllen einen Besuch ab – 45 Jahre nachdem sie auf Nimmerwiedersehen verschwunden war. Inzwischen ist sie Milliardärin und verspricht dem einst florierenden, nun aber total verarmten Städtchen ein Vermögen – allerdings unter einer Bedingung: Der Güllener Mitbürger Alfred Ill muss sterben. Denn er hatte sie, als sie minderjährig von ihm schwanger war, verlassen und in einem Prozess verleumdet. Dieses Urteil, so erklärt sie nun, zeichnete ihren Lebensweg vor, der sie zunächst zur Prostitution zwang. Nun ist sie unermesslich reich und die Ankündigung ihres Besuches hat schon im Vorfeld die Stadt Güllen in einen wahren Konsumrausch versetzt, denn sie alle sind sich sicher, dass die „Kläri“ ihre Stadt aus dem Elend retten wird. So schlägt denn auch die erste allgemeine moralische Entrüstung über Claire Zachanassians Angebot schnell um: Alle hoffen, dass ein anderer bzw. eine andere aus der Stadtgesellschaft das schmutzige Geschäft erledigt und danach der Wohlstand für alle ausbricht, den sie dann schließlich ihrem Lieblingsbürger Alfred Ill zu verdanken haben. So besiegelt sich schleichend Alfred Ills Schicksal und am Ende ist sein Tod eine gemeinsam beschlossene Sache.

Dürrenmatt zieht im Nachwort eine Parallele zur antiken Tragödie und verknüpft seine Kritik an der in Güllen exemplarisch dargestellten Wohlstandsgesellschaft mit genretypischen Elementen der griechischen Tragödie: Schicksal und Gericht, Schuld und Sühne, Rache und Opfer.

Spielort

Stadthalle Vallendar

Spieldauer

ca. 2 Stunden 25 Minuten, Pause nach ca. 75 Minuten

Altersempfehlung 14+

Programmheft

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Trailer

Besetzung

Die Besucher:

 

Claire Zachanassian

Koby, ein Leibwächter und blinder Eunuch

 

Die Besuchten:

 

Mathilde III

Bürgermeister

Ein junger Mann

 

 

Die Lästigen:

 

Reporterin

Kameramann

Thiemo Hehl

Inszenierung

Bühne

Wolf Gutjahr

Kostüme

Charlotte Sonja Willi

Musik

Lukas Kiedaisch

Live-Kamera

Thiemo Hehl

Dramaturgie

Juliane Wulfgramm

Theaterpädagogik

Andrea C. Junglas

 

Anne Riecke

Schicksal und Gericht, Schuld und Sühne, Rache und Opfer

Dürrenmatt zieht im Nachwort eine Parallele zur antiken Tragödie und begründet dies zum einen formal vor allem durch die Chöre, die er in einem zynischen Schlusskommentar das „heilige Gut des Wohlstands“ preisen lässt. Zum anderen verknüpft er seine Kritik an der in Güllen exemplarisch dargestellten Wohlstandsgesellschaft mit Elementen der griechischen Tragödie.

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