Werther

Oper von Jules Massenet · Libretto von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach Johann Wolfgang von Goethe · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musiktheater

Nächste Vorstellung am Samstag, 21.3.2026 um 19:00 Uhr

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Werther liebt kompromisslos und zerstörerisch. Ein Opernabend wie ein offener Brief an alle Untröstlichen.

Im Zentrum von „Werther“ stehen zwei Menschen, die einander nah sind und sich doch nicht erreichen können. Werther erlebt Gefühle mit einer Intensität, die jede Grenze sprengt, während Charlotte versucht, ihre eigenen Regungen in einer Welt aus Verpflichtung, Verlässlichkeit und sozialer Ordnung zu kontrollieren. Zwischen beiden entsteht eine Nähe, die zugleich Hoffnung und Bedrohung ist: Für Werther wird sie zum Lebensinhalt, für Charlotte zum inneren Konflikt. Je stärker seine Sehnsucht wächst, desto entschlossener versucht sie, Haltung zu bewahren. „Werther“ beschreibt vielleicht mehr als eine private Liebesgeschichte das Scheitern zweier Menschen an der Unvereinbarkeit von emotionaler Wahrheit und sozialer sowie persönlicher Zumutbarkeit. Werthers Verzweiflung und Charlottes spätes Erkennen ihrer eigenen Gefühle sind zwei Seiten desselben zutiefst berührenden Dramas.

Jules Massenet war 1885 sofort ergriffen, als er Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ las. Aus dem 1774 erschienenen Briefroman formte er ein Musikdrama von außergewöhnlicher psychologischer Präzision. Die Partitur macht die Seelenzustände der Figuren und ihr unerfülltes Begehren mit feinsinniger Instrumentation und großen emotionalen Bögen hörbar. Im Zentrum steht dabei nicht das äußere Geschehen, sondern die musikalische Durchdringung intensiver Gefühlsregungen.

Die Koblenzer Inszenierung verortet Werther in den 1980er Jahren und interpretiert das Werk als Studie emotionaler Überforderung in einer scheinbar geordneten bürgerlichen Welt. Oper, Figurentheater und filmische Bilder verschränken sich zu einer hybriden Erzählweise, die eine besondere Nähe zu den Figuren schafft. Aus der genauen Arbeit an Massenets Musik entsteht ein dichtes Klang-, Raum- und Bilderlebnis, das Werthers seelische Topografie mit großer Klarheit freilegt.

Spielort

Theaterzelt

Spieldauer

ca. 2 Stunden 40 Minuten, Pause nach ca. 75 Minuten

Werkeinführung

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer des Theaterzelts

Altersempfehlung 16+

Shuttlebus-Fahrplan

Zu den Vorstellungen bis zum 8. März 2026 fährt der Shuttle-Bus wie folgt:

Hinfahrten zum Theaterzelt Beginn 14:30 Uhr
Hauptbahnhof (Steig A) 13:25 13:55
Zentralplatz/Forum (Steig C) 13:29 13:59
Stadttheater/Schloss (Steig A) 13:30 14:00
Rhein-Mosel-Halle (Steig B) 13:31 14:01
Kapuzinerplatz/Fähre 13:34 14:04
Festungsaufzug/DJH 13:36 14:06
Friesenstraße 13:41 14:11
Niederberg Kaserne 13:43 14:13
Theaterzelt 13:45 14:15

 

Hinfahrten zum Theaterzelt Beginn 18:00 Uhr Beginn 19:00 Uhr
Hauptbahnhof (Steig A) 16:55 17:25 17:55 18:25
Zentralplatz/Forum (Steig C) 16:59 17:29 17:59 18:29
Stadttheater/Schloss (Steig A) 17:00 17:30 18:00 18:30
Rhein-Mosel-Halle (Steig B) 17:01 17:31 18:01 18:31
Kapuzinerplatz/Fähre 17:04 17:34 18:04 18:34
Festungsaufzug/DJH 17:06 17:36 18:06 18:36
Friesenstraße 17:11 17:41 18:11 18:41
Niederberg Kaserne 17:13 17:43 18:13 18:43
Theaterzelt 17:15 17:45 18:15 18:45

 

Die Rückfahrt der Busse erfolgt stets 15 Minuten nach Ende der Vorstellung. 

Programmheft

Sie möchten mehr erfahren? Hier gibt es das Programmheft.

ZUM DOWNLOAD

Trailer

Besetzung

Werther

Piotr Gryniewicki

Charlotte

Le Bailli

Brühlmann

Puppenspieler:innen

Annika Schaper

 

Tizian Steffen

 

Martin Vogel

 

 

 

 

Kinderchor

 

Opernchor (Damen)

 

Statisterie

 

Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Musikalische Leitung

Inszenierung

Markus Dietze

Bühne

Bodo Demelius

Kostüme

Astrid Noventa

Video

Georg Lendorff

Puppenbau

Louise Nowitzki

Dramaturgie

Andreas Wahlberg

Licht

Julia Kaindl

Theaterpädagogik

Julia Schutt

INNENWELTEN AUF DER BÜHNE

Diese Inszenierung liest „Werther“ als zeitgenössische Studie emotionaler Überforderung. Die Verbindung von Musik, Film und Figurentheater öffnet einen neuen Blick auf das Werk.

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