VVKsstart am 20.08. um 10:00 Uhr! | Spielzeitpause vom 13.07.–26.08.

Mephisto

nach dem Roman von Klaus Mann

Schauspiel

Nächste Vorstellung am Samstag, 9.1.2027 um 19:00 Uhr

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Ein hochaktueller Abend über die Bedrohung und die Gefahr der Vereinnahmung der Kunst durch faschistische Strukturen.

Der 1936 im niederländischen Exil verfasste Roman „Mephisto” erzählt von der Freiheit der Kunst und der selbst gesetzten Verpflichtung zum Widerstand. Klaus Mann fragt in seinem von ihm selbst so bezeichneten „harten und bösen Buch” nach individueller Verantwortung und zeichnet das Porträt eines anscheinend skrupellosen Karrieristen. Auch wenn Klaus Mann betont, er zeige mit der Figur des Hendrik Höfgen lediglich einen Typus, ist doch Gustaf Gründgens, einst sein Schwager und Weggefährte früherer Theaterarbeiten, deutlich erkennbar.

Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1971 durfte „Mephisto” in West-Deutschland nicht erscheinen, mit der Begründung, dass die Persönlichkeitsrechte des Theaterdirektors Gustaf Gründgens geschützt seien. Während Gründgens nach dem Krieg fast nahtlos an seine Karriere anknüpfen konnte, setzte Klaus Mann, der in Deutschland nie wieder Fuß fassen konnte, seinem Leben 1949 ein Ende. Seine Studie über die „soziologischen und geistigen Voraussetzungen, die einen solchen Aufstieg möglich machten”, ist jedoch von ungebrochener Aktualität. 1981 erschien der Roman trotz des bestehenden Urteils in der Bundesrepublik. Zuvor war er in der DDR erhältlich, wo er bereits 1956 im Aufbau-Verlag erschien und sechs Auflagen erlebte.

„So erzählt dieser ‚Mephisto‘ von gestern und von heute in einem Theatererlebnis von seltener Dringlichkeit. Es ist ein Abend, den man nicht nur jenen wünscht, die all dies längst erkannt haben, sondern gerade auch denen, die noch bereit sind, aus der Geschichte zu lernen – und vielleicht doch nicht jede ihrer möglichen Wiederholungen als unvermeidlich hinzunehmen.“
(Rhein-Zeitung, 18.01.2026)

Spielort

Theaterzelt

Spieldauer

ca. 2 Stunden 45 Minuten, Pause nach ca. 80 Minuten

Werkeinführung

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer des Theaterzelts

Altersempfehlung 14+

Shuttlebus-Fahrplan

Zu den Vorstellungen am 11., 12. und 13. Januar 2027 fährt der Shuttlebus wie folgt:

Hinfahrten zum Theaterzelt Beginn 18:00 Uhr Beginn 19:00 Uhr
Hauptbahnhof (Steig A) 16:55 17:25 17:55 18:25
Zentralplatz/Forum (Steig C) 16:59 17:29 17:59 18:29
Stadttheater/Schloss (Steig A) 17:00 17:30 18:00 18:30
Rhein-Mosel-Halle (Steig B) 17:01 17:31 18:01 18:31
Kapuzinerplatz/Fähre 17:04 17:34 18:04 18:34
Festungsaufzug/DJH 17:06 17:36 18:06 18:36
Friesenstraße 17:11 17:41 18:11 18:41
Niederberg Kaserne 17:13 17:43 18:13 18:43
Theaterzelt 17:15 17:45 18:15 18:45

 

Die Rückfahrt der Busse erfolgt stets 15 Minuten nach Ende der Vorstellung. 

Programmheft

Sie möchten mehr erfahren? Hier gibt es das Programmheft.

ZUM DOWNLOAD

Trailer

Besetzung

Hendrik Höfgen

Sebastian

Barbara Bruckner

Hans Miklas

Nicoletta von Niebuhr

Otto Ulrichs

Dora Martin/Lotte Lindenthal

Knurr/Der Ministerpräsident

Hedda von Herzfeld/Generalin/Rose Bernhard

Oskar Kroge/Professor/Cäsar von Muck

Theophil Marder/Geheimrat Bruckner/Böck

Inszenierung

Bühne

Wolf Gutjahr

Kostüme

Charlotte Sonja Willi

Musik

Lukas Kiedaisch

Dramaturgie

Juliane Wulfgramm

Licht

Christofer Zirngibl

Theater als Verantwortung

Dieses Schauspiel fragt nach mehr als nur Karriere und Opportunismus: Es stellt die Kunst selbst zur Diskussion – ihre Wirkung, ihre Grenzen, ihre Pflicht zur Haltung.

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