Hoffmanns Erzählungen
Phantastische Oper von Jacques Offenbach · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Zwischen Romantik und Wahnsinn, zwischen himmlischem Klang und nächtlicher Halluzination entfaltet sich eine mitreißende Dynamik, in der Kunst, Erinnerung und Schuld untrennbar miteinander verwoben sind.
Der Dichter, Träumer und Trinker Hoffmann steht am Rand des Zusammenbruchs. In einer von Alkohol, Erinnerung und Sehnsucht getränkten Nacht sieht er die Gestalt seiner verlorenen Geliebten Stella, jener Frau, die zugleich seine Muse und sein Verderben war. Aus dieser Beschwörung erwächst eine Serie von Visionen. Fiebrige Bilder lassen Hoffmann die großen Liebeserzählungen seines Lebens noch einmal durchleben, die alle von derselben Frau zu handeln scheinen – oder von dem, was er in ihr zu erkennen glaubte.
Da erscheint Olympia, die künstlich geschaffene, perfekte Frau: schön, makellos und unberührbar. Dann Antonia, die Sängerin, deren Stimme sie das Leben kostet. Und Giulietta, die verführerische Venezianerin, in deren Armen alles Rationale versinkt. Drei Gestalten, drei Spiegel einer einzigen Sehnsucht: Projektionen einer Liebe, die Hoffmann zugleich inspiriert und zerstört.
In Anja Nicklichs Inszenierung wird aus „Hoffmanns Erzählungen” vor allem ein Werk über den Preis der Kunst und das tiefe, unheilbare Verlangen, das sie hervorbringt.
Offenbachs letzte Oper wird so zu einer Traumreise in die inneren Räume des Künstlers. Zwischen Romantik und Wahnsinn, zwischen himmlischem Klang und nächtlicher Halluzination entfaltet sich eine Abwärtsspirale, in der Kunst, Erinnerung und Schuld untrennbar miteinander verwoben sind. Wenn am Ende die Muse über Hoffmanns Trümmern singt und Stella, Antonia, Olympia und Giulietta noch einmal wie Schemen aus Licht erscheinen, schließt sich der Kreis: Liebe und Inspiration erweisen sich als zwei Namen derselben Unmöglichkeit.
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Spielort
Theaterzelt
Altersempfehlung 12+
Werkeinführung
Zu „Hoffmanns Erzählungen“ gibt es eine ganz besondere Werkeinführung in VR, die zusätzlich zu buchen ist: „Offenbach offenbart“
Shuttlebus-Fahrplan
Zu den Vorstellungen am 8. Oktober 2026 und am 2., 4., 8. und 14. November 2026 fährt der Shuttle-Bus wie folgt:
| Hinfahrten zum Theaterzelt | Beginn 18:00 Uhr | |
| Hauptbahnhof (Steig A) | 16:55 | 17:25 |
| Zentralplatz/Forum (Steig C) | 16:59 | 17:29 |
| Stadttheater/Schloss (Steig A) | 17:00 | 17:30 |
| Rhein-Mosel-Halle (Steig B) | 17:01 | 17:31 |
| Kapuzinerplatz/Fähre | 17:04 | 17:34 |
| Festungsaufzug/DJH | 17:06 | 17:36 |
| Friesenstraße | 17:11 | 17:41 |
| Niederberg Kaserne | 17:13 | 17:43 |
| Theaterzelt | 17:15 | 17:45 |
Die Rückfahrt der Busse erfolgt stets 15 Minuten nach Ende der Vorstellung.
Besetzung
Hoffmann
Die Muse / Nicklausse
Olympia / Giulietta / Antonia / Stella
Lindorf / Coppelius / Dr. Miracle / Dapertutto
Andres / Cochenille / Frantz / Pittichinaccio
Luther / Crespel
Hermann / Schlemihl
Nathanael
Piotr Gryniewicki
Spalanzani
Stimme von Antonias Mutter
Opernchor
Statisterie
Musikalische Leitung
Sejoon Park
Inszenierung
Bühne
Antonia Mautner Markhof
Kostüme
Janina Thiel
Licht
Michael Reif
Dramaturgie