Der Rosenkavalier
Komödie für Musik von Richard Strauss
Eine liebende Frau spürt, wie das Leben vorbeizieht, während sie noch versucht, es festzuhalten und muss sich eingestehen: Das Leben gewinnt erst Tiefe durch das, was wir bereit sind, loszulassen.
Ein Morgen in Wien: Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg erwacht nach einer romantischen Nacht mit ihrem jungen Liebhaber Octavian. Doch der flüchtige Zauber des Augenblicks verfliegt, kaum dass er begonnen hat. Der Alltag, die Gesellschaft und die Ordnung der Dinge holen sie ein. Ihr selbstzufriedener Vetter Baron Ochs platzt herein und bittet sie, ihm einen Boten für seine geplante Verlobung zu vermitteln. Aus einer Laune heraus schlägt die Marschallin ausgerechnet Octavian vor. Als dieser später der jungen Sophie die silberne Rose überreicht, wird der Moment zur Offenbarung: Zwei Menschen begegnen sich und alles verschiebt sich. Zukunft, Erwartung, Liebe.
Hinter dieser eleganten Komödie aus Maskeraden und gesellschaftlichem Zeremoniell entfaltet sich eine schmerzhaft schöne Reflexion über die Vergänglichkeit der Zeit. Die Marschallin weiß, dass nichts von Dauer ist: nicht die Jugend, nicht die Liebe, nicht der Glanz einer Epoche. Sie spürt, wie sich das Leben verändert, während sie noch versucht, es festzuhalten. So erzählt „Der Rosenkavalier“ vom Unmöglichen und vom Unwiederbringlichen und gerade darin findet sich eine besondere Erkenntnis: Das Leben gewinnt erst Tiefe durch das, was wir bereit sind, loszulassen.
Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal entwerfen eine Welt, die an ihrem eigenen Übermaß zu zerfließen beginnt. In ihrer Musik dehnt sich der Moment, bis er zeitlos wird – wie die Essenz einer Liebe, die vergeht und doch bleibt wie der Duft einer Rose.
Spielort
Großes Haus
Der Vorverkauf für alle Vorstellungen im Großen Haus und im Oberen Foyer beginnt am 2. November 2026 um 10:00 Uhr.